Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 17. / 18. August 2019, Nr. 190
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel US-Imperialismus: Kuba schlägt Alarm vom 15.02.2019:

Respekt siegt

Seit Jahren verfolge ich die Südamerika-Politik der USA. Es ist immer dasselbe: Die Bevölkerung eines Landes wählt eine linke Regierung. Die Leute sind glücklich, und es gibt erste Verbesserungen in ihrem Leben. Wenn die Regierung dann noch den Aufbau des Sozialismus ausruft, meldet sich auf einmal eine »Demokratiebewegung« zu Wort, oder es treten ein Mann oder eine Frau auf, die sich als »demokratisch gewählt« oder »gewählter Souverän des Volkes« ausgeben. Dann kommen die USA und erkennen diese Putschisten an, gewähren ihnen militärische und »humanitäre« Hilfe und stürzen die gewählte Regierung. Das war schon immer so oder so ähnlich, denn die USA betrachten die ganze Welt als ihr Herrschaftsgebiet, früher, vor dem Zweiten Weltkrieg, war es nur die nördliche Hemisphäre, heute ist man da schon etwas weiter.
Die Strategie hat aber keinen langfristigen Erfolg, denn was nicht mit Wahlen erreicht wird, entspricht nicht dem Willen des Volkes, und wenn es nicht dem Willen des Volkes entspricht, dann wird die Herrschaft dieses installierten Systems nicht von langer Dauer sein.
Sehr geehrte Vertreter der USA und ihrer Verbündeten, es gab mal in den 70er Jahren ein Motto von Willy Brandt, das hieß »Wandel durch Annäherung«. Das heißt: Wenn man sich respektiert und den anderen machen lässt, dann wird sich alles so ergeben, wie es eigentlich des Volkes Wille ist, auch ich brauche keine Milliarden auszugeben, um Kriege zu führen und Sanktionen zu verhängen – wir hätten eine ganz friedliche Welt.
Thomas Koepcke