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Leserbrief zum Artikel Schlagworte: Rotlicht: Dolchstoßlegende vom 09.01.2019:

Keine Entgleisung

Mit dem Einsatz der Freikorps und Gardeeinheiten des deutschen Militarismus gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung 1918–23 wie auch mit der Zustimmung zum außenpolitischen Programm der Naziregierung 1933 und später mit der Zustimmung zur »Wiederbewaffnung« und mit der »Wiederbelebung des Militärischen« unter Gerhard Schröder hat die jeweilige SPD-Führung seit genau einem Jahrhundert gezeigt, dass sie doch immer auf der Seite der Friedensfeinde, Militaristen und Reaktionäre stand. Entschuldigt hat sie sich dafür noch nicht ein einzige Mal. So ist sie eben. Dabei ist sie damit, ob sie es wollte oder nicht, zu einem der Ziehväter des deutschen Faschismus geworden. (Es war eben keine »Entgleisung«, dass die Noskiten zum Teil schon den Stahlhelm mit dem Hakenkreuz trugen!) Und auch der 1. Mai 1929 hat das belegt! Wann wird es wohl in Friedrichsfelde endlich einen Gedenkstein für die Opfer des Freikorps- und Reichswehrterrors, also des Noske-Ebert-Scheidemann-Terrors 1918-19 und darüber hinaus bis 1923, geben? Wann einen für die Opfer der Zörgiebel-Schupo 1929?
Volker Wirth, Berlin
Veröffentlicht in der jungen Welt am 11.01.2019.