Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Militärkritik von AfD und Co.: »Manche Positionen scheinen auf den ersten Blick identisch« vom 26.11.2018:

Gute Frage, klare Antwort

Wie genau sich die Friedensbewegung vor Vereinnahmungsversuchen von rechts schützen könne, wurde Eugen von der jungen Welt gefragt, und er hält dies für eine »gute Frage«: Die Friedensbewegung muss zuallererst mit denjenigen Programmpunkten in die Öffentlichkeit, die für die Rechten völlig unannehmbar sind.
1. Bundeswehr abschaffen!
Anti-NATO-Forderungen sind nur gut für die Nazis, denn die wollen eine starke Bundeswehr, die nur für deutsche Interessen kämpft, ohne dass die USA, Frankreich und Großbritannien reinreden können. Wer die Bundeswehr »nur als Verteidigungsarmee« behalten will, der arbeitet ebenfalls den Nazis zu, denn schon unter Adolf Hitler wurde »ab 5.30 Uhr zurückgeschossen«. Im übrigen führt jeder Versuch militärischer Verteidigung für ein Land mit Atom- und Chemiefabriken zur Unbewohnbarkeit.
2. Offene Grenzen – Bleiberecht für alle!
Forderungen nach nur »internationaler Solidarität« wären für Nazis gut annehmbar, denn die können sehr gut mit Nationalisten anderer Nationen solidarisch sein, solange diese schön in ihren Herkunftsländern bleiben. Wer keine offenen Grenzen will, müsste erklären können, wie diese ohne militärische Gewalt (EU Navfor Med) dichtgehalten werden sollen. Wer das Bleiberecht für alle nicht will, müsste eine Idee dazu haben, wonach ausgewählt und wie abgeschoben werden kann, ohne Gewalt anzuwenden.
Da die Positionen schon lange klar benannt sind, unterstelle ich jetzt jedem sogenannten Friedensbewegten, der die Forderungen »Bundeswehr abschaffen!« und »Offene Grenzen – Bleiberecht für alle!« nicht unterstützt oder gar bekämpft, dass die Bewegung offengehalten werden soll, für die Vereinnahmung von rechts.
Dr. Ralf Cüppers, Flensburg