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Leserbrief zum Artikel SYRIENKRIEG: Vereint gegen Syrien vom 11.09.2018:

Deutsche Interessen

Die USA sind fest entschlossen, den Krieg in Syrien solange zu führen und Chaos zu schaffen, bis sie das Land haben und Assad weg ist. Das bedeutet den Tod Tausender Syrer. Vorwand soll wieder ein inszenierter Giftgasangriff sein. Eine alte Masche. Egal, man schafft sich einen Anlass. Die deutsche Verteidigungsministerin von der Leyen will ihn nutzen und mit »Tornado«-Kampfeinsätzen Deutschland noch stärker an dem schmutzigen Krieg zu beteiligen. Es geht um »deutsche Interessen« in Vorderasien. Dabei ist es der Bundesregierung egal, dass sich im Syrien-Krieg fünf offizielle und inoffizielle Atommächte gegenüberstehen. Eine nukleare Auseinandersetzung würde um Deutschland keinen Bogen machen. Wenn man denn wollte, könnte Deutschland wirksam die Beendigung des Krieges befördern. Statt gegen Syrien völkerrechtswidrig zu kämpfen, sollte es die Rebellen in Idlib auffordern, den Kampf einzustellen, deutsche IS-Leute heimholen, die Hilfe für die Rebellen einstellen und die Sanktionen gegen Syrien aufheben. Viele Menschenleben könnte so geschont und die humane Lage entspannt werden. Will das die Bundesregierung überhaupt?
Wilfried Schubert
Veröffentlicht in der jungen Welt am 11.09.2018.

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