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Leserbrief zum Artikel Treffen am Fuß der Schneekoppe: Beratung im Riesengebirge vom 05.09.2018:

Kleine Ergänzung

Hier zur Ergänzung aus dem Aufruf zu der besprochenen Zusammenkunft: »Mala Upa ist eine Streusiedlung am Fuße der Schneekoppe – landschaftlich reizvoll gelegen. Dort findet jährlich am letzten Sonnabend im August das Riesengebirgstreffen der Antifa statt. Worin besteht das Anliegen des Treffens? Ein Blick in die Geschichte: Am 3. September 1922 trafen sich deutsche und tschechische Jungkommunisten zum Erfahrungsaustausch über aktuelle politische Probleme. Daraus entwickelten sich weitere Begegnungen. Bis 1933 fanden neun Treffen statt, die sich zum Forum des Widerstandes gegen den aufkommenden Faschismus entwickelten. Es entstand eine internationale, antifaschistische Solidaritätsbewegung, durch deren Aktivität in der Zeit des Faschismus in Deutschland vielen Antifaschisten die Flucht über die Grenze ermöglicht wurde. Nach 1933 waren die Treffen im Riesengebirge unmöglich. Den tschechischen Kommunisten im Kreis Trutnov ist es zu verdanken, dass die Treffen wiederbelebt wurden. Aus dem Anlass des 50. Jahrestages dieser Treffen wurde 1972 wieder eine Zusammenkunft durchgeführt. Und seither finden die Treffen alljährlich in Mala Upa statt, zu denen außer deutschen und tschechischen Antifaschisten auch Teilnehmer aus Polen und anderen Ländern kommen. Im Rahmen des Treffens von 1972 wurde in Mala Upa ein Denkmal zur Erinnerung an die Zusammenkünfte eingeweiht. Es ist im Verlauf der ›samtenen Revolution‹ in Tschechien 1989 abgerissen worden. Das nun internationale, antifaschistische Riesengebirgstreffen in Mala Upa aber besteht weiter und steht nach wie vor im Zeichen aktueller Aspekte des Kampfes gegen die menschenverachtende Ausbeutung durch das internationale Kapital, gegen seine Kriegstreiberei sowie gegen die Refaschisierung der Gesellschaft. Das Riesengebirgstreffen in Mala Upa ist und bleibt dem inhaltlichen Gedankengut seiner Begründer von 1922 verpflichtet.«
Gisela Lingenberg