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Leserbrief zum Artikel AfD und Pegida: Furor und Krokodilstränen vom 03.09.2018:

Bessere Antwort

»Herz statt Hetze« – verschreckte Politik, Bürger, Organisationen, Kirchen wollen gegen Rechte und Nazis, gegen braunen Sumpf demonstrieren. Warum nicht längst vorher? (...) Unter den Unterzeichnern und den sich darstellenden Bundes- wie Landespolitikern sehen wir so manche aus unsäglichen Talkshows und Kommentaren Bekannte, die alle tägliche Hetze tolerieren, mitmachen, klein- und weggeredet haben, gern links gleich rechts setzen, wenn Linke und Antifaschisten laut nein zu dem sagen, was heute die bürgerliche Idylle zu erschrecken scheint. »Herz statt Hetze« – ja, bitte, aber ehrlich, nicht geheuchelt und weil es politisch angemessen scheint. Von AfD, Pegida bis zu Nazis und Nationalisten darf jeder seine »Lösung« des Flüchtlingsthemas rausbrüllen und sogar Menschenjagdstimmung verbreiten. Wie antwortet der Rechtsstaat darauf und wie auf jede linke radikale antifaschistische Antwort? Welche Lösungen haben denn die, die sich unter »Herz statt Hetze« versammeln? Nichts als allgemeinste Liebes- und Herzensbekundungen, Tränen und Trauer, Betroffenheit spielen usw. Eine Stimme aus rechter Demo geht über die Sender, die beklagt, dass sie doch 1989 die Helden gewesen seien und was heute wäre. Vergessen, dass sie 1989 für Menschenrechte, für offene Grenzen, für Freizügigkeit uvm. standen, was sie heute nur sich zustehen wollen. (...) Es geht nicht darum, Herzensdemos auszurufen, sondern um Rechtsstaatspolitik gegen Menschenverfolgung (...). Dazu gehört einzugestehen, an Völkerrechts- und deutscher Kriegspolitik ist etwas zu ändern, genauso wie an angeblicher Wirtschaftshilfe, die das nie zuerst war. Dazu gehört es, jede Gewalt, Mord, Kriminalität nicht fortwährend als ein Problem der Religion, Herkunft oder Hautfarbe darzustellen, sondern als Folge von Lebensbedingungen, sozialer Degradation, Ausgrenzung, menschlicher Verrohung bis zu Erleben und Erfahren von Krieg, Not und Elend. Wann und wo hat Politik das je in den Mittelpunkt gestellt (...). Eine bessere Antwort – unser Stand der jungen Welt in Chemnitz zum Weltfriedenstag. Zu »Herz statt Hetze« gehen auch unsere Meinungen auseinander. junge Welt wird sicher helfen.
Roland Winkler, Aue
Veröffentlicht in der jungen Welt am 03.09.2018.

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