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Leserbrief zum Artikel Nahost: Palästina unter Feuer vom 15.05.2018:

Unmenschliches Regime

Verbreitete internationale Schönfärberei und Verlogenheit zu 70 Jahren Israel, selbstgerechte Zeremonien zur provokativen Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem – und zugleich Pfützen vom Blut palästinensischer Zivilisten im Gazastreifen! So werden die Tage Anfang Mai 2018 in die Geschichte eingehen. Als Tage exzessiver Gewalt gegen wehrlose palästinensische Zivilisten bei ihrem symbolischen »Marsch der Rückkehr«, dafür, in ihr Land zurückkehren zu können, aus dem sie in den »70 Jahren Israel« Schritt für Schritt brutal vertrieben wurden und werden. Insgesamt sind bei den schweren Zusammenstößen seit Beginn der Proteste Ende März im Gazastreifen laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium 104 palästinensische Zivilisten vom israelischen Militär getötet und 12.000 weitere verletzt worden. Alle waren unbewaffnet oder höchstens mit Steinschleudern »bewaffnet«. Viele Hunderte Verletzte hatten Schussverletzungen, nach Aussagen der vor Ort tätigen Chirurgen von Ärzte ohne Grenzen mehr als »dreimal so viele Patienten« wie im Jahr 2014, als Israel seine großangelegte Militäroffensive »Protective Edge« im hermetisch abgeriegelten Gazastreifen gestartet hatte. Viele hatten zerschossene Gliedmaßen, darunter – wiederum nach Aussagen der vor Ort tätigen Chirurgen von Ärzte ohne Grenzen – auch solche mit faustgroßen völlig zerfetzten Austrittsöffnungen der Geschosse, Verletzungen, wie sie von den extrem brutalen Dum-Dum-Geschossen verursacht werden, deren Verwendung nach Artikel 23 der Haager Landkriegsordnung selbst als Kriegswaffen geächtet ist. Dieses unmenschliche, landräuberische israelische Apartheidregime verdient auch zum 70. Geburtstag nur eines: internationale Verachtung und organisierten Boykott im Sinne der BDS-Kampagne.
Rolf Jüngermann
Veröffentlicht in der jungen Welt am 16.05.2018.

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