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Leserbrief zum Artikel Regierungsbildung: SPD mit »roten Linien« vom 05.12.2017:

Rot ist die Farbe

Seit spätestens 1914 ist nur noch die Farbe rot bei der SPD. Sebastian Haffner hat die »roten« Vorgänge 1969 in seinem Buch »Die verratene Revolution« (aktueller Titel: »Die deutsche Revolution 1918–19«) dezidiert beschrieben. Zitat aus dem Vorwort: »Im Angesicht der äußeren Niederlage öffneten 1918 die Türhüter des Kaiserreichs den sozialdemokratischen Führern selbst das lange versperrte Außentor und ließen sie, nicht ohne Hintergedanken, freiwillig in den Vorhof der Macht; und nun sprengten die sozialdemokratischen Massen, von draußen hereinstürmend und ihre Führer überrennend und mit sich reißend, die letzten Tore zum Machtinneren. Nach einem halben Jahrhundert des Wartens schien die deutsche Sozialdemokratie im November 1918 endlich am Ziel.
Und dann geschah das Unglaubliche. Die sozialdemokratischen Führer, widerwillig von den sozialdemokratischen Massen auf den leeren Thron gehoben, mobilisierten unverzüglich die alten, herrenlos gewordenen Palastwachen und ließen ihre eigenen Anhänger wieder hinaustreiben. Ein Jahr später saßen sie selber wieder draußen vor der Tür – für immer. Die deutsche Revolution von 1918 war eine sozialdemokratische Revolution, die von den sozialdemokratischen Führern niedergeschlagen wurde: ein Vorgang, der in der Weltgeschichte kaum seinesgleichen hat.«
Dies sind deutliche Worte von einem – wohlgemerkt – bürgerlichen Publizisten. Seither hat sich der Verrat, das »Links-blinken-und-scharf-rechts-Abbiegen«, x-mal wiederholt. Es ist jedem aufgeklärten Zeitgenossen zu raten, sich mit dem wahren Wesen dieser zutiefst verlogenen und konterrevolutionären Partei auseinanderzusetzen ... und ihr kein Wort mehr aus dem »roten« Lügenmaul zu glauben.
Mary-Louisa Perez