jW stärken

jW stärken

An jedem Ort, zu jeder Zeit: die Onlineausgabe von junge Welt mit einem zwanzig Jahre zurückreichenden Archiv. Ihre Erstellung und Entwicklung wird von den Leserinnen und Lesern ermöglicht, die sie abonniert haben. Jedes neue Abo stärkt sie als unabhängiges linkes Medium.

 
  • Die gibt's noch: Zum Beispiel auf der Leipziger Buchmesse

    Peter Merg
    Die ersten Besucher strömen am 23.03.2017 nach der Eröffnung in
    Die ersten Besucher strömen am 23.03.2017 nach der Eröffnung in die Hallen der Buchmesse auf dem Messegelände in Leipzig

    »Das Scheißblatt! Ich zeig‘ euch an!« Als der Mitarbeiter eines kleinen kryptofaschistischen Verlages eine Ausgabe der einzigen marxistischen Tageszeitung Deutschlands erblickt, bekommt er einen Schreianfall: »Dass das hier möglich ist!« Der Mann weiß, weshalb er schäumt. Mit ihrem konsequenten Kurs gegen alle neurechten »Rosstäuscher« (E. Bloch) scheint die Tageszeitung junge Welt diesen wieder Angst einzujagen. Ganz anders zwei jungen Studentinnen mit Baskenmütze und modisch weiten Wolljäckchen: Angetan lassen sie sich von jW-Mitarbeiter Dirk Keul über die lange linke Tradition der Zeitung aufklären. Neben der politischen Ausrichtung gefällt ihnen besonders deren neue Typografie. Beide schließen noch am Stand ein Probeabo ab. Eine insistiert: »Aber bitte so schnell wie möglich!« Keul freut sich, dass sich gerade die vielen Schüler und Studenten auf der Messe für die jW interessieren. Aber dass die Zwanzigjährigen noch nie den Namen Angela Davis gehört hatten, das bringt ihn doch zum Schmunzeln. So etwas sollte ihnen nach drei Wochen Probeabo nicht mehr passieren.

    Kollege Ingo Höhmann vom junge-Welt-Aktionsbüro drückt derweil einem vorbeischlendernden Herrn mit grauen Haaren die Donnerstagsausgabe in die Hand: »Hier, ist kostenlos. Kennste wahrscheinlich noch« – die junge Welt war zu DDR-Zeiten das Organ der Freien Deutschen Jugend und hatte eine hohe, vielleicht sogar die höchste Auflage einer Tageszeitung.

    Es ist früher Nachmittag, und noch wollen weitere dreißig Probeabos an die Leserin oder den Leser gebracht werden. Zulauf und Reaktionen sei, wie immer in Leipzig, eigentlich gut. Besonderes Interesse erregt das neue Heft der Zeitschrift Melodie und Rhythmus, die ebenfalls im jW-Hausverlag, dem Verlag 8. Mai, herausgegeben wird. Während ein Mann mittleren Alters in brauner Lederjacke das aktuelle Heft erwirbt, freuen sich zwei vorbeilaufende Damen: »Was, die gibt’s noch?«

    Ja, die gibt es noch. Das Motto der jW-Ostkampagne beschreibe auch die Reaktionen auf die neu ausgerichtete Zeitschrift für Gegenkultur sehr gut, erklärt Mitarbeiterin Kristina Westphal. Viele M&R verkaufe sie, neben dem aktuellen Heft, dem zur DDR. Das optisch ansprechende Layout ist auch hier ein Argument für jüngere Leser. Eine halbe Stunde zuvor ließen sich mehrere Schüler von ihr mit der druckfrischen Ausgabe ablichten. Ihre Schulaufgabe: Sie sollten etwas fotografieren, das ihnen besonders gut gefalle.

    Das Standprogramm der jungen Welt und Melodie & Rhythmus auf der Leipziger Buchmesse 2017 können Sie hier ansehen. Die junge Welt abonnieren: Hier.

  • junge Welt auf der Leipziger Buchmesse

    Die Tageszeitung junge Welt auf der Buchmesse in Leipzig am 17.
    Die Tageszeitung junge Welt auf der Buchmesse in Leipzig am 17. März 2016

    Die Tageszeitung junge Welt, die Zeitschrift Melodie und Rhythmus und ihre Mitarbeiter und Redakteure persönlich kennenlernen: Das geht unter anderem auf der Leipziger Buchmesse. Die traditionsreiche Messe startet in diesem Jahr am 23. März und geht bis zum 26. März. Das Standprogramm der Tageszeitung junge Welt und der Melodie & Rhythmus können Sie sich hier ansehen.

    Am morgigen Donnerstag erscheint die Beilage: Literatur/Buchmesse Leipzig. Aus dem Inhalt:
    - Mit Andrej Platonows »Die Baugrube« wird ein vergessenes Meisterwerk der frühen sowjetischen Literatur wiederentdeckt. Stefan Gärtner erläutert, was wir auf Deutsch bislang vermisst haben.
    - Aus dem mystifizierten Nachlass Ingeborg Bachmanns erscheint als erster Band der Werksausgabe »Male oscuro. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit«. Ob die Edition der großen Autorin gerecht wird, verhandelt unsere Rezension.
    - Was ist eigentlich ein Mann? Gerade für Männer, die mit bislang mit Gender-Theorie nichts am Hut hatten, ist Jack Urwins Buch über das »starke Geschlecht« ein Augenöffner. Mithu M. Sanyal erklärt, wieso.
    - Bernd Stegemann sieht das »Gespenst des Populismus« umgehen und hat darüber einen »Essay zur politischen Dramaturgie« verfasst. Kai Köhler diskutiert, ob die Analyse des streitbaren Theatermannes zutrifft.

    Die Beilage liegt der Tagesausgabe der jungen Welt vom 23. März bei und ist für 1,50 Euro am Kiosk erhältlich. Für Online-Abonnenten ist sie bereits ab dem Vorabend des Erscheinungstages zugänglich.

  • junge Welt gegen Neokolonialismus

    Dietmar Koschmieder
    Vertriebene in Mubende (Uganda)
    Vertriebene in Mubende (Uganda)

    Deutsche Journalisten verstehen sich oft als Politikberater. Und sie erteilen nicht nur deutschen Politikern Ratschläge, sondern sind auch auf internationalem Parkett aktiv: Sie kritisieren Verhältnisse in Afrika, beschreiben die vielen Fehler, die da von postkolonialen Regierungen gemacht werden – und vergessen dabei gerne, dass für diese Verhältnisse ehemalige Kolonialmächte meist mehr Verantwortung tragen als die aktuellen Regierungen. Vor allem gerät deren Abhängigkeit von europäischen Regierungen und vom Kapital meist ganz aus dem Blickfeld.

    Mubende liegt in Uganda, dort wurden für eine 2.500 Hektar große Kaffeeplantage im August 2001 Tausende Menschen von ihren Lebensgrundlagen abgeschnitten. Bis dahin hatten sie sich auf diesem Land ihre Ernährung und ein Gemeinwesen gesichert. Sie wurden von Polizei und Militär verjagt und vegetieren seither am Rand dieser Plantage, ohne jemals ernsthaft entschädigt worden zu sein. Betrieben wird die Plantage von der Kaweri Coffee Plantation, die komplett dem weltweit führenden Rohkaffeedienstleister gehört: der Neumann-Gruppe mit Sitz in Hamburg und einem Jahresumsatz von 2,7 Milliarden US-Dollar (2014).

    Die Netzwerkorganisation FIAN hat im Februar den UN-Frauenausschuss über die Folgen dieses Falles von Landgrabbing informiert. Aus diesem Anlass veröffentlichte die junge Welt ein Interview mit Gertrud Falk, zuständig für die Rechte von Kleinbauern bei FIAN (jW vom 24.2.17). Die Neumann-Gruppe hat daraufhin Rechtsanwälte bemüht und von Frau Falk sowie der jungen Welt Unterlassungserklärungen eingefordert. Unter anderem monieren sie, ihre Manager hätten von der Vertreibung nichts gewusst, und diese seien nicht einmal der Landessprache Luganda mächtig. Mit unserer Darstellung hätten wir in erheblichem Maße in das Unternehmenspersönlichkeitsrecht der Neumann-Gruppe eingegriffen.

    Am Donnerstag bekam die jW-Redaktion Besuch von Frau Falk und Peter Baleke Kayiira, Lehrer der vertriebenen Gemeinde aus Mubende. Er berichtete eindrücklich, wie durch die Vertreibung von den neuen Herren in erheblichem Maße in das Leben der Gemeindemitglieder eingegriffen wurde. Wir werden uns mit ihnen gegen die Hamburger Kaufleute wehren und bitten um Spenden für den Prozesskostenfonds. Wir verabschiedeten uns von unseren Gästen mit den Worten: »The world is a little bigger than Germany and Europe«. Und wir haben uns vorgenommen, für unseren eigenen Bedarf nur noch Kaffee von Kooperativen zu nutzen. Wie es ihn in der jW-Ladengalerie zu kaufen gibt.

    Spenden bitte auf folgendes Konto:
    Kontoinhaber: Verlag 8. Mai GmbH
    Kreditinstitut: Postbank Berlin
    IBAN: DE50 1001 0010 0695 6821 00
    BIC: PBNKDEFF
    Verwendungszweck: Prozesskostenfonds

  • Auflage 150.000: junge Welt bekannter machen

    1. Mai 2016, bundesweite Verteilaktion der jungen Welt
    1. Mai 2016, bundesweite Verteilaktion der jungen Welt

    Damit sich die junge Welt juristisch verteidigen kann, braucht sie Spenden für den Prozesskostenfonds. Und weil die Zeitung auch weiterhin konsequent vom Standpunkt der Unterdrückten aus berichten will, braucht sie Abonnements. Deshalb bitten wir alle, die die junge Welt nutzen, um ein Print- oder Onlineabo. Da aber unsere Zeitung nur von jenen genutzt werden kann, die sie bereits für sich entdeckt haben, bitten wir Sie auch um Ihre Mitwirkung beim Bekanntmachen der jungen Welt. Dazu dürfen Sie gerne das dreiwöchige, kostenlose Probeabo an Freunde und Bekannte verschenken, die Interesse daran haben könnten. Nicht selten wird ein Abo daraus.

    Neben dieser ganz individuellen Art der Werbung für die junge Welt organisieren wir einmal im Jahr eine bundesweite Kampagne: Die Ausgabe unserer Zeitung zum 1. Mai 2017 wird in einer Auflage von 150.000 Exemplaren gedruckt und dann eben nicht nur an Abonnenten und Kioske geliefert, sondern auch an viele Leserinnen und Leser, die diese verteilen: Keine 1.Mai-Kundgebung ohne junge Welt! Aber auch andere Veranstaltungen an diesem Wochenende werden genutzt, um die Zeitung bekannt zu machen. Zudem werden an Infoständen in Fußgängerzonen und Marktplätzen neue Leserinnen und Leser geworben. In diesem Jahr sind nicht nur Zeitungen zu verteilen, bei der Gelegenheit gewinnen wir auch viele Probeleser. Eine gemeinsame Aktion, bei der wir uns auf Ihre Mithilfe freuen. Verteilt wird in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Österreich, aber auch die Luxemburger dürfen gerne mitmachen.

    Auch Sie wollen dabei sein? Dann melden Sie sich doch bei Ingo Höhmann von unserem Aktionsbüro (030-536355-50, ihm@jungewelt.de). Sie können aber auch gleich unser Bestellformular im Internet nutzen (https://www.jungewelt.de/aktion/verteilen.php). Und wenn Sie noch Leserinnen oder Leser aus Ihrer Region suchen, die die Aktion mit Ihnen gemeinsam durchführen: Auch dabei hilft Ihnen unser Aktionsbüro gerne.

    Aktionsbüro

  • Nazis sind immer die anderen

    Das fröhliche »Erdowie, Erdowo, Erdogan«, das in »extra 3« am 17. März 2016 angestimmt wurde, hat den Massenmörder, Terrorpaten und Nutznießer eines Putschs, den er »Geschenk Allahs« nannte, jetzt ein komplettes Jahr zu Höchstleistungen angespornt. Die Zahlen der von ihm weggesperrten »Terroristen«, also Oppositioneller, sind rekordverdächtig, seine jahrelange Fürsorge für dschihadistische Terroristen in Syrien und im Irak setzt er fort und weist so seinen Wert für NATO und Angela Merkel nach, nur der Krieg gegen die eigene Bevölkerung im Osten der Türkei machte bisher laut Vereinten Nationen lediglich 500.000 Menschen zu Binnenflüchtlingen – Massaker eingeschlossen. Da ist noch Luft nach oben. Schafft der Sultan aus seinem ohne Baugenehmigung errichteten 1.000-Zimmer-Alptraumpalast heraus problemlos. Nazis sind die anderen.

    In diesen Zeiten politischer Verwirrung sind Medien, die gegen Verdummung, Krieg, Sozialraub und einen Abbau demokratischer Rechte eintreten, auch hierzulande nötiger denn je. Die junge Welt vertritt dabei klare linke Positionen, setzt sich für internationale Solidarität ein. Fast ausschließlich die Abonnements unserer Leserinnen und Leser sichern ihr Erscheinen. Um an ökonomischer Stabilität zu gewinnen, bitten wir Sie um Ihr Online- oder Printabonnement. Setzen auch Sie ein linkes Zeichen zur rechten Zeit!

  • Zum Kaffee und unterwegs

    Uta aus Herne hat sich zusätzlich zur Printausgabe für ein Onlineabo entschieden. Das sind ihre Gründe:

    Zur jungen Welt bin ich erst »spät« gekommen, denn die Zeitung kommt nicht aus dem »Westen«. Doch von den linken und linksliberalen Zeitungen, die es bis vor ein paar Jahren noch gab, sind nicht mehr viele übrig: Die FR ist von der konservativen Konkurrenz geschluckt worden, die taz längst »Mainstream«. Ich will keine Reklame für die Bundeswehr, sondern über soziale Fragen und internationale Geschehnisse informiert werden! Das leistet für mich fast nur noch die junge Welt. Auf die gedruckte Ausgabe will ich aus alter Gewohnheit weiterhin nicht verzichten. Brauch ich morgens zum Kaffee :-) Das Online-Abo ist spitze für unterwegs. Artikel, die mir wichtig sind, empfehle ich Freunden und Kollegen weiter!

  • Vom Trikont bis zum Ruhrpott

    Manchmal ist das Internet dem guten, alten Papier tatsächlich überlegen. Vor allem bei der Recherche. Online ist möglich, wofür ein Print-Leser die Zeitungen vieler Jahre sammeln und verschlagworten müsste. Denn das Sortieren übernimmt der Computer. Mit einem Klick weiß man, was in Burkina Faso, in Rheinland-Pfalz oder gar Bielefeld passiert ist. Heute, gestern, vor einem Jahr oder anno dazumal.

    Auch wenn die junge Welt eine überregionale Tageszeitung ohne gesonderte Lokalseiten ist, können sich Leserinnen und Leser leicht ein Bild davon machen, was aus ihrer Region den Weg in die Zeitung gefunden hat. Dazu dient das Werkzeug »Regio-aktuell«. Es informiert über lokale, regionale und internationale Themen. In den Rubriken Inland und Ausland wird es rechts am Rand eingeblendet. Es werden diejenigen Schlagworte hervorgehoben, die in der Zeitung zuletzt eine besondere Rolle spielten.

    Wer eine kompakte Übersicht aller Regio-Schlagworte – geordnet nach Inland und Ausland – sucht, wird unter jungewelt.de/regio fündig. Die verschlagworteten Artikel beziehen sich nicht allein auf Berichte über Ereignisse an einem bestimmten Ort, sondern zeigen auch inhaltliche Querverbindungen auf.

  • »War längst mal fällig«

    Johannes aus Berlin-Charlottenburg hat ein Onlineabo abgeschlossen. Er begründet das so:

    »Ok. Die junge Welt gibt's abends nicht mehr umsonst. Müssen sich ein paar Leute umgewöhnen. Hab mich jetzt doch für ein Abo für unterwegs entschieden. Weil das längst mal fällig war, nicht die Welt kostet und ihr es auch verdient. Bei euch finde ich Sachen, über die andere fast nie berichten, über Arbeitskämpfe in kleinen Orten zum Beispiel. Meine Freundin ist auch in der linken Szene aktiv und bekommt die Zeitung immer am Wochenende. Ihre ganze WG liest bei ihr mit. Über manche Artikel gibt es Streit, aber vermissen will die Zeitung keiner.«

  • Auf zum Endspurt!

    Die Kampagne »Dein Abo zur rechten Zeit« läuft noch zwei Wochen. Abonnements, Genossenschaftsanteile und Spenden weiterhin dringend benötigt

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    Weil Anfang Oktober 2016 das jW-Schiff in äußerst schwieriges Fahrwasser geriet, wurde die aktuelle Aktion gestartet, um die Lage zu stabilisieren. Wir sind ein gutes Stück vorangekommen, aber noch haben wir nicht alle Ziele erreicht – dafür stehen die nächsten zwei Wochen zur Verfügung. Erst dann wird abgerechnet.

    Hauptziel der Aktion: Den Bestand bezahlter Abonnements erhöhen! Denn das Erstellen einer Tageszeitung verursacht sehr hohe Kosten. Bei einer tatsächlich unabhängigen Zeitung kommen jene, die sie nutzen, auf Dauer nicht darum herum, sich an diesen über ein Abonnement zu beteiligen. Falls Sie also noch kein Abo haben: Wir freuen uns über Ihre Einsicht in die Notwendigkeit und Ihr Print- oder Onlineabo! Und falls Sie schon eins haben: Prüfen Sie bitte, ob Sie nicht zu Ihrem Print- oder Onlineabo ein preisgünstiges Zusatzabo nutzen wollen. Und empfehlen Sie uns weiter. Auch wenn das nicht einfach ist: Jedes Abo zählt! In den letzten zwei Wochen der Aktion liegt der Schwerpunkt darauf, Onlineabonnenten zu gewinnen.

    Gleichzeitig wollen wir aber mit der Kampagne die Situation in Verlag und Genossenschaft neu sortieren und stabilisieren. Deshalb bitten wir um den Kauf von Genossenschaftsanteilen und um Spenden. Damit wollen wir uns nicht nur auf schwierige Zeiten und Rechtstrend einstellen, sondern gerade deswegen den Handlungsspielraum dafür, neue Leserinnen und Leser zu gewinnen, deutlich erweitern. Zudem hat uns die außerordentliche Vollversammlung der Genossenschaft LPG junge Welt eG im November beauftragt, das Verhältnis von Genossenschaft und Verlag auf eine neue Grundlage zu stellen. Wie weit wir hier mit der Umsetzung gekommen sind, wird sich in der Bilanz für das Geschäftsjahr 2016 zeigen, die zur Zeit erstellt wird.

    Wie Sie wissen, bleibt unser Hauptanliegen, die Tageszeitung junge Welt herauszugeben. Auch wenn es daneben weitere Aufgaben gibt: So bauen wir zur Zeit unsere Musikzeitschrift Melodie & Rhythmus zu einer linken Kulturzeitschrift um, das Ergebnis wird Ende März im Abo oder am Kiosk zu bestaunen sein. Wir haben außerdem im Auftrag der kubanischen Genossinnen und Genossen Druck, Vertrieb und Werbung für die monatlich erscheinende deutsche Ausgabe der Granma Internacional übernommen. Und nach der erfolgreichen XXII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar feierten wir im Februar im Berliner Kino International den 70. Geburtstag der jungen Welt mit 580 Gästen. Dieses Fest gefiel manchen Leserinnen und Lesern so gut, dass sie vorschlugen, dort doch regelmäßig solche Veranstaltungen durchzuführen. Da müssen wir leider passen – so viel Kraft, Geld und Zeit stehen uns dann doch nicht zur Verfügung. Wenn wir aber unsere Aktion erfolgreich abschließen, können wir spätestens unseren 75. Jahrestag wieder gebührend feiern.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    www.jungewelt.de/kampagne

    Jetzt Mitglied der Genossenschaft LPG junge Welt eG werden: www.jungewelt.de/genossenschaft

  • Dem Morgenrot entgegen

    Die Zeitung von morgen bereits am Vorabend lesen: Mit einem Abo bleibt das möglich. Aufruf zur revolutionären Ungeduld

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    Nicht zurückbleiben: Abonnenten sind die Avantgarde unter den Leserinnen und Lesern von junge Welt

    Die Zeiten ändern sich. Das geschieht per Tastenklick. Mit einem stillen Lächeln, das sich unter dem Hipsterbart nur erahnen lässt, die Augen hinter der stylischen Brille aus echtem Barriqueholz konzentriert auf das Display des angejahrten MacBooks gerichtet, werden der Onlineausgabe von junge Welt in unserem Auftrag vom Fachmann ein paar Zeilen Programmcode hinzugefügt. In der Folge sind ab der Ausgabe von diesem Wochenende nicht nur einige Verbesserungen bei der Gestaltung der Seiten sichtbar, es ändern sich auch Regeln für deren Nutzer.

    Onlineabonnenten sind nun stets als erste am Ball, nur sie können weiterhin bereits am Vorabend vollständig auf neue Ausgaben zugreifen, sich diese auch als PDF- oder ePub-Datei herunterladen. Ohne Abo hingegen sind nur die Meldungen aus der Zeitung von morgen ohne Login aufrufbar. Für mehr muss man sich in revolutionärer Geduld üben und bis zum zwölften Schlag warten. Am Erscheinungstag der Printausgabe ist alles wie gewohnt, sind die meisten Artikel auch ohne Abo aufrufbar.

    Das Reglement bleibt also großzügig, denn wir wollen, dass die Inhalte von junge Welt auch Menschen erreichen, die mit der Zeitung noch nicht vertraut sind oder die für ein journalistisches Produkt nicht zahlen können. Gleichzeitig erhalten Leserinnen und Leser, die das tun und so die Erstellung und Entwicklung auch der digitalen Zeitung überhaupt erst möglich machen, einen weiteren Bonus: Denn ein Onlineabo bietet als Schlüssel zum 20 Jahre zurückreichenden Archiv, zu allen Beilagen, Serien und Dossiers, bereits erhebliche Vorteile.

    Die größte Stärke von junge Welt sind – auch online – ihre Inhalte. Hintergründe und Analysen, klare Positionen und Informationen, die in der Nachrichtenflut der großen Medien nicht auftauchen. Als unabhängige, konsequent linke Stimme findet sie keine großen Sponsoren, kann und will nicht von Reklame leben. Und ihre Macher, bei aller Liebe zur guten Sache, nicht nur von Idealismus. Damit die junge Welt einen wachsenden Beitrag zur Meinungsvielfalt in diesem Land leisten kann, muss die Kasse stimmen. Auch Laien können, bewaffnet nur mit Maus und Tastatur, eine revolutionäre Tat vollbringen. Wer um den Wert ihrer Informationen und ihre Bedeutung für die Linke weiß, sollte den eigenen Beitrag zur Stärkung dieser Zeitung nicht länger auf morgen schieben.

    Ressort Online & Entwicklung

  • Schneller als Polizei und AfD

    Der Mann ist schneller als die Polizei erlaubt, Tote sind ihm stets ein willkommener Anlass zum politischen Zweck. Schon wenige Stunden nach den Attentaten von Paris am 13. November 2015 twitterte Markus Söder (CSU), dass »wir keine illegale und unkontrollierte Zuwanderung zulassen« dürfen. Im Wettrennen zwischen CSU und AfD ist er den Luschen von der Petry-Partei immer mehrere Schritt voraus und hält sich deswegen für den Gott von Bayern. Vielleicht stimmt's?

    In diesen Zeiten politischer Verwirrung sind Medien, die gegen Verdummung, Krieg, Sozialraub und einen Abbau demokratischer Rechte eintreten, auch hierzulande nötiger denn je. Die junge Welt vertritt dabei klare linke Positionen, setzt sich für internationale Solidarität ein. Fast ausschließlich die Abonnements unserer Leserinnen und Leser sichern ihr Erscheinen. Um an ökonomischer Stabilität zu gewinnen, bitten wir Sie um Ihr Online- oder Printabonnement. Setzen auch Sie ein linkes Zeichen zur rechten Zeit!

  • Die Zeiten ändern sich

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    Dabei sein ist alles. Doch wer vorn dabei sein will, muss den konsequenten Schritt zum Abo machen

    Ab der kommenden Wochenendausgabe haben unsere Onlineabonnenten die Nase noch ein Stück weiter vorn. Während sie die Zeitung – wie gewohnt - bereits am Vorabend vollständig lesen und sich auch als PDF- oder ePub-Datei herunterladen können, müssen sich die anderen Leserinnen und Leser bis zur Geisterstunde gedulden. Oder ein Abo abschließen und sofort dessen Vorteile nutzen. Für alle zugänglich bleiben die Meldungen aus der Zeitung von morgen.

    Nichtabonnenten werden also um ein paar Stunden ausgebremst. Insgesamt bleibt das Reglement dennoch großzügig. Auch ohne Abo lassen sich die meisten Artikel zurückliegender Ausgaben frei lesen, erst nach Ablauf eines Vierteljahres werden die Beiträge von Autoren Teil des Archivs, für dessen Nutzung ein Abo obligatorisch ist. Die Änderung fällt zusammen mit optischen und technischen Optimierungen der Onlineausgabe. Diese verbessern die Übersicht und erlauben es uns, wichtige Inhalte stärker hervorzuheben.

    Die Weiterentwicklung der digitalen jungen Welt ist aufwendig, professioneller Journalismus wächst nicht an Bäumen. Gerade die einzige unabhängige, konsequent linke Tageszeitung hat es nicht leicht, die dafür nötigen Ressourcen zu erwirtschaften. Sie können nur von denen kommen, die sie regelmäßig nutzen. Zur täglichen Überzeugungsarbeit, welche die junge Welt leisten muss, gehört deshalb auch die Förderung der Einsicht in die Notwendigkeit, einen Beitrag zu leisten, den Schritt vom Leser zum zahlenden Leser zu gehen. Auf die Plätze, Abo, los!

  • An den Themen der Zeitung interessiert

    Marina Jakob, Abiturientin aus Greifswald, wünscht sich, dass die junge Welt mehr junge Leserinnen und Leser findet: »Die junge Welt vertritt auch eine Meinung. Sie zwingt aber anderen nicht ihre Meinung auf. Sie ist somit das, was ich unter gutem Journalismus verstehe.«

  • Lust auf Veränderung

    Wie wir Aufgaben und Organisation von Verlag und Redaktion der jungen Welt neuen Entwicklungen anpassen

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    Neue Spielräume nutzen: Bessere Bedienbarkeit der Website, mehr Infos für Leser

    Medien und ihre Nutzung verändern sich. Die Bedeutung des digitalen Neulands wurde in der jungen Welt früh begriffen. Den Internetpionier – die junge Welt war eine der ersten deutschsprachigen Tageszeitungen im Netz – sieht man ihr heute jedoch kaum mehr an. Zum einen, weil wir den neuesten Moden nie nachgelaufen sind. Zum anderen, weil wir in den letzten Jahren den Schwerpunkt auf die Entwicklung eines eigenen, auf die Arbeitsabläufe vor Ort zugeschnittenen Redaktionssystems gelegt haben. Stets galt die Prämisse, in erster Linie auf die Inhalte der Zeitung und deren Präsentation in übersichtlicher Form zu achten. Für die Recherche im bereits 20 Jahre zurückreichenden Archiv wurden für unsere Leser Werkzeuge geschaffen und Tausende Artikel nach redaktionellen Kriterien zusammengestellt. Ein Angebot, das sich bewährt hat, weshalb es gerne genutzt wird. Und immer mehr erkennen, dass diese Arbeit auch von denen bezahlt werden muss, die es nutzen. Dadurch hat sich unsere Onlineausgabe zu einem unverzichtbaren ökonomischen Standbein und Werbeinstrument entwickelt. Zudem ist der jW-Webauftritt auch Kern unserer Präsenz in diversen s­ozialen Netzwerken. Über sie können wir die Zeitung selbst bzw. ihr journalistisches Angebot bekannt machen – und so nicht nur weitere Nutzer, sondern auch immer mehr Abonnenten gewinnen.

    Vor uns stehen allerdings neue Aufgaben. Wir wollen den Onlinebereich voranbringen. Noch ist unsere Kampagne »Dein Abonnement zur rechten Zeit« nicht abgeschlossen, aber schon die bisher erreichten guten Ergebnisse eröffnen uns neue Spielräume, die wir umgehend nutzen wollen. Damit wir unseren Auftritt im Internet entsprechend den neuen Möglichkeiten weiterentwickeln, damit wir den Zeitraum von der Idee über den Plan bis hin zur praktischen Umsetzung deutlich verkürzen können, brauchen wir mehr Köpfe als bisher, die sich damit täglich beschäftigen. Deshalb bauen wir momentan unser neues Kollektiv »Online und Entwicklung« auf. Gestaltung und Bedienbarkeit unserer Website sollen verbessert, wichtige Inhalte (etwa unsere thematischen Beilagen) attraktiver als bisher präsentiert und Teile des Internet­auftritts modernisiert werden. Und wir arbeiten an technischen und organisatorischen Voraussetzungen in der Redak­tion, damit die junge Welt online aktueller sein kann. Auf politische Ereignisse, die für unsere Leser von besonderem Interesse sind, wollen wir künftig schneller reagieren – ohne wie andere dabei ins Uferlose abzugleiten: Wir setzen auf präzise, auf den Punkt gebrachte, übersichtliche Information und Analyse.

    Schon demnächst erhalten Online­abonnenten einen Aktualitätsvorsprung: Ab dem 11. März haben nur sie schon am Vorabend Zugang zur gesamten Ausgabe des folgenden Tages. Ein weiteres gutes Argument für ein jW-Onlineabo. Wir setzen aber vor allem auf Ihre Einsicht, dass eine vom Industrie- und Finanzkapital, von Parteien und Kirchen unabhängige Zeitung mit klarem Standpunkt nur existieren kann, wenn jene, die sie nutzen, sich auch an den Kosten beteiligen. Print- und Onlineabos sind die wichtigste Finanzierungsquelle dieser einzigartigen Zeitung, nur mit vielen zahlenden Lesern ist der notwendige Aufwand zu ihrer Weiterentwicklung zu leisten. Also, bleiben Sie nicht zurück!

    Redaktion und Verlag

  • Wer, wenn nicht wir

    Vom 29. April bis zum 1. Mai 2017 werden in Deutschland, der Schweiz und in Österreich viele 1.-Mai-Ausgaben der jW verteilt. Unterstützer gesucht

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    Das wird keine leichte Aufgabe, aber gemeinsam können wir sie schaffen: Von der diesjährigen 1.-Mai-Ausgabe der jungen Welt, die am Freitag, den 28. April, hergestellt und ab Samstag, den 29. April, zur Verfügung stehen wird, sollen möglichst viele bis zum Montag, den 1. Mai, an möglichst viele Menschen verteilt werden. Als Tatort eignen sich dafür vor allem Infostände in den Fußgängerzonen, auf 1.-Mai-Veranstaltungen oder bei den Kundgebungen der Gewerkschaften. Das gilt um so mehr, da es uns in diesem Jahr stärker als in den Vorjahren darum geht, möglichst viele der kostenlosen jW-Probeabos einzuwerben. Ziel ist es, in einem linken Umfeld die junge Welt bekannt zu machen. Dank der Verteilaktionen werden nämlich an diesem Wochenende nicht nur direkt 150.000 Ausgaben unserer Zeitung interessierte Leserinnen und Leser erreichen – durch die Infostände werden uns zudem weit mehr als eine halbe Million Menschen bewusst wahrnehmen. Und nur wer weiß, dass es die junge Welt gibt, kann sie auch für sich entdecken.

    Wie aber soll das zu schaffen sein? Ganz klar: Nur wenn uns möglichst viele Leserinnen und Leser vor Ort dabei unterstützen. Nur Sie wissen, wo in der Region Veranstaltungen stattfinden, wo die Gewerkschaft ihre Kundgebung macht, wo ein idealer Ort für einen Infostand in der Fußgängerzone ist. Aber wie kommen Sie an die Zeitungen? Ganz einfach: Nutzen Sie den nebenstehenden Coupon und bestellen Sie die von Ihnen gewünschte Menge! Wir liefern Ihnen zudem ein Werbepaket mit Plakaten, Aufklebern und Probeabo­listen. Und wir werden in den nächsten Wochen an dieser Stelle einige Tips vermitteln, wie Sie solch einen Infostand, die Verteilung und das Probeabogewinnen am besten organisieren. Zudem berät Sie auch unser Aktionsbüro.

    Unsere Verteilaktion hat einen ganz besonderen Charme: Für viele ist die junge Welt eine echte Überraschung, weil sie gar nicht wussten, dass es dieses Angebot auf dem Pressemarkt gibt. Und für Sie kommt hinzu, dass Sie zwar »nur« vielleicht 300 Zeitungen an 300 Menschen verteilt haben – Sie sind damit aber Teil einer großen Aktion, mit der an einem einzigen Wochenende viele, sehr viele Menschen erreicht werden. Und zwar mit einer vernünftigen Zeitung. Sie kennen das Wort von Bertolt Brecht: »Es setzt sich nur soviel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.« Wir zählen auf Sie!

    Aktionsbüro

  • Das richtige Zeichen setzen

    Die Rechten sind auf dem Vormarsch. Ihre Ideologen und Demagogen trommeln gegen Vernunft und Aufklärung. Mit Stephen Bannon rückte einer der eifrigsten Verbreiter »alternativer Fakten« zum Chefberater von US-Präsident Donald Trump auf.

    In diesen Zeiten politischer Verwirrung sind Medien, die gegen Verdummung, Krieg, Sozialraub und einen Abbau demokratischer Rechte eintreten, auch hierzulande nötiger denn je. Die junge Welt vertritt dabei klare linke Positionen, setzt sich für internationale Solidarität ein. Fast ausschließlich die Abonnements unserer Leserinnen und Leser sichern ihr Erscheinen. Um an ökonomischer Stabilität zu gewinnen, bitten wir Sie um Ihr Online- oder Printabonnement. Setzen auch Sie ein linkes Zeichen zur rechten Zeit!

  • Konstantin Wecker: Ein unverzichtbares Blatt

    Zum 70. Jahrestag ihrer Gründung übermittelte der Liedermacher und Schauspieler ein Grußwort: »Ich glaube, dass wir alle alles dafür tun sollten, dass diese Zeitung junge Welt erhalten bleibt.«

  • Solidarität ist geiler

    Andreas lebt in Baden-Württemberg und hat sich für ein jW-Onlineabo entschieden. Dazu merkt er an:

    »Die junge Welt habe ich schon als Kind gelesen, meine Eltern hatten sie abonniert. Ich lebe seit 1990 im Westen Deutschlands, ich bin ein Wirtschaftsflüchtling. Ich besuche seit vielen Jahren eure Internetseite und folge euch auf Twitter. Ich teile nicht alle eure Meinungen, ich bin Katholik mit Volksbildung. Ich kann und will auf euch nicht verzichten, deswegen ist heute der Zeitpunkt gekommen mich klar als Leser eurer Zeitung zu bekennen. Ich abonniere jetzt das Online Angebot eurer Zeitung. Da ich einen guten Lohn in einem tarifgebundenem Unternehmen erhalte, bin ich gerne bereit das Online-Soliabo zu bezahlen, denn Geiz ist nicht geil, sondern eine Todsünde.«

  • Meine, deine, unsere Zeitung

    junge Welt kostet monatlich über 400.000 Euro. Schwerpunkt im Endspurt der jW-Kampagne: Onlineabos

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    Je mehr Menschen diese Zeitung bestellen, desto besser – gern auch im Onlineabo

    Unsere Aktion »Dein Abo zur rechten Zeit« tritt in die Schlussphase. Noch bis zur Buchmesse in Leipzig sammeln wir verstärkt Print- und Onlineabonnements, um die junge Welt auf eine stabile ökonomische Grundlage zu stellen. Und wir kurbeln weiter den Kioskverkauf an. Der aufdringlichen Rechtsentwicklung überall setzen wir so eine gestärkte junge Welt entgegen. Was zu kleinen, aber mutmachenden Erlebnissen führen kann, wie sie uns jW-Leser Hans G. Hilbert aus Berlin-Marzahn schildert: »Ich sitze vorhin im Landsberger Alleecenter auf der Bank und lese Eure Zeitung. Nach einer kurzen Weile setzt sich ein älterer Herr neben mich und liest in seiner Zeitung. Ich blicke kurz rüber und entdecke das Foto von Yilderim mit dem Nazigruss – der Mann liest Eure Zeitung! Wir kommen ins Gespräch und er meint, dass man nur noch belogen werde. Die Junge Welt sei die einzige Zeitung, die man noch lesen könne. Bei aller berechtigten Kritik: Recht hat er.«

    In der letzten Etappe unserer Kampagne legen wir den Schwerpunkt auf die Onlineabos. Immer mehr Leser unserer Onlineausgabe oder Twitter- und Facebook-Nutzer verstehen, dass die junge Welt ihre Arbeit nur machen und entwickeln kann, wenn diejenigen, die sie nutzen, dafür auch ein Abonnement schalten. Denn die regulären Kosten von weit über 400.000 Euro monatlich werden weitgehend durch Aboeinnahmen gedeckt. Die Zahl der Abonnements drückt nicht nur aus, welchen Einfluss eine Zeitung hat – sie definiert im Fall der jungen Welt eben auch, ob und wie sie sich finanzieren und entwickeln kann. Und wie überzeugt unsere Leserinnen und Leser von der Notwendigkeit der jungen Welt sind, also mit welchem Bewusstsein sie diese Zeitung lesen.

    Im Printbereich sprechen wir deshalb vor allem Mitleser und Kioskleser mit der Bitte an, über ein Abonnement zur ökonomischen Absicherung der jungen Welt beizutragen. Im Onlinebereich kann man die junge Welt in großen Teilen kostenlos lesen, trotzdem haben viele Nutzer ein Abonnement abgeschlossen. Wir wollen nun ab dem 11. März die Vorteile eines Onlineabos erhöhen. Dabei bleiben wie bisher die meisten aktuellen jW-Beiträge online frei aufrufbar, bei den Artikeln der kommenden Printausgabe muss man sich dann bis 24 Uhr gedulden. Onlineabonnenten können weiterhin bereits am Vorabend ab etwa 19 Uhr auf die Ausgabe des nächsten Tages zugreifen oder sich diese herunterladen. Ausschließlich Onlineabonnenten haben dann also den Vorteil, bereits gut eine Stunde nach Redaktionsschluss über die neueste Ausgabe der jungen Welt auf dem Display zu verfügen. Neben den vielen Möglichkeiten, die das Archiv bietet, in dem alle Ausgaben der jungen Welt der letzten 20 Jahre verfügbar sind, ein weiteres gutes Argument für ein Onlineabo.

    Die digitale Ausgabe hat noch weitere Vorteile. Man kann sie weltweit nutzen, also auch auf Dienstreisen oder im Urlaub. Hinzu kommt der Preis: junge Welt kann sie günstiger anbieten, weil Druck- und Versandkosten entfallen. Immer mehr Leserinnen und Leser der jungen Welt setzen auf ein Kombi-Abo: Neben dem Printabo können sie für nur fünf Euro im Monat zusätzlich alle Vorteile der Onlineversion nutzen – ohne auf die des Printabos verzichten zu müssen (Verfügbarkeit ohne technische Voraussetzung, eindeutig gesetztes Anfang und Ende, klare Seitenstruktur, die das Lesen, Sortieren und Auswählen deutlich erleichtert, um nur einige zu nennen). Für Print- wie für das Onlineabo gilt letztlich aber das, was uns Leser Ralph Schmidt schreibt. Er bezahlt den Onlineabo-Solipreis und möchte ein weiteres Onlineabo verschenken. Bei der Gelegenheit teilt er uns mit: »Ansonsten bleibt mir nur, mich bei Ihnen und all Ihren Kollegen zu bedanken für Ihre beharrliche Arbeit, unsere Welt jeden Morgen neu und ein bisschen besser auszuleuchten, damit wir, Ihre Leser, die Zusammenhänge und Interessen hinter den Vorgängen, denen wir täglich gegenüberstehen, besser erkennen, bewerten und einordnen können. Vielen Dank!« Auch wir bedanken uns herzlich!

    Aboservice

  • Am 1. Mai 2017: 150.000 plus 1.000

    Noch läuft die aktuelle Aktion »Dein Abo zur rechten Zeit«, mit der wir unsere wichtige Finanzierungsquelle Abonnementbestände und damit die junge Welt stärken wollen. Gleichzeitig bereiten wir die nächste Kampagne vor: Auf den Ostermärschen und rund um die Veranstaltungen zum 1. Mai wollen wir überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder die aktuelle Ausgabe der jW verteilen. In diesem Jahr setzen wir den Schwerpunkt auf Info- und Verteilstände, an denen wir auch um Probeabonnenten werben. Sogenannte Briefkasten-Steckaktionen sollen vermieden (bzw. nur für Restbestände genutzt) werden. Die 1.-Mai-Ausgabe der jungen Welt wird es in 150.000 Exemplaren geben, zudem sollen ja an den Infoständen mindestens 1.000 Probeabos eingesammelt werden. Dazu brauchen wir Ihre Mitwirkung! Wir bitten schon heute Leserinitiativen und Einzelunterstützer, sich mit dem Aktionsbüro in Verbindung zu setzen. Kein Ostermarsch, keine 1.-Mai-Veranstaltung ohne die junge Welt!

    Ingo Höhmann