jW online: Buchmesse Havanna 2009

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    25.02.2009, 17:00 Uhr

    Volksfest und Volksuni

    Peter Steiniger
    cuba
    Es gibt ein Leben nach dem Lesen

    Am Sonntag schloß die internationale Buchmesse Havanna ihre Tore. Das nächste Gastland heißt Rußland

    Die Linke weltweit träumt von Kuba, Kuba träumt von der Welt. Die literarische war vom 12. bis 22. Februar auf der 18. »Feria Internacional del libro« zu Gast und löste wieder eine Völkerwanderung zum Veranstaltungsort, der historischen Hafenfestung La Cabaña, aus. Eine halbe Million Besucherinnen und Besucher wurde gezählt. Für drei Peso der Moneda Nacional, der regulären Landeswährung im Schatten des Dollar-Äquivalents CUC, erhielt man Zutritt zu den Messeständen, Buchhandlungen, Lesungen, Filmvorführungen, Konzerten – und zu einem beachtlichen kulinarischen Angebot, das größtenteils ebenfalls für den alten Peso erhältlich war.

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    22.02.2009, 23:00 Uhr

    Hasta el próximo año

    Peter Steiniger
    Ansturm bis zuletzt: Sonntag morgen vor den Toren der Buchmesse
    Ansturm bis zuletzt: Sonntag morgen vor den Toren der Buchmesse
    Noch einmal strömt an diesem Sonntag eine Völkerwanderung auf Havannas Hafenfestung Fortaleza de San Carlos de La Cabaña. Noch einmal geht es auf die Suche nach Bedrucktem, besonders beliebt sind Kinderbücher, die sonst nur recht teuer zu haben sind. In der großen, zentralen Buchhandlung bilden sich lange Schlangen, hier gibt es alles aus der einheimischen Verlagsproduktion, für Moneda Nacional. An den Ständen der Verlage geht es hingegen etwa fifty-fifty zu.
    Sehr viel größer und vielfältiger ist in diesem Jahr das kulinarische Angebot. Auffällig ist, daß eigentlich alles, was man für den »West-Peso« CUC bekommt - vom Eis bis zum Hühnerbein -, in diesem Jahr hier auch für die reguläre Landeswährung zu haben ist. Und zwar günstiger, jedoch mit etwas mehr Wartezeit an den Kiosken der Gastronomen.
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    22.02.2009, 22:00 Uhr

    Was sonst wo passiert

    Peter Steiniger
    Keine Ahnung, was sonst wo passiert. Und das ist nicht den kubanischen Medien geschuldet. Schon nach ein paar Tagen in der Ferne merkt man, wie sich die Perspektive verändert. Daß Nachrichten, die sonst doch so wichtig scheinen, hier für uns an Gewicht verlieren.
    Unser neuer Wirtschaftsminister, wie heißt der noch mal? Genscher? Na, auch egal.
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    22.02.2009, 21:00 Uhr

    Integrale Medizin

    Peter Steiniger
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    Ying und Yang mit Dr. Alfredo Albuin
    Sonnabend nachmittag am Stand von Cuba Sí. Der Arzt und Biochemiker Alfredo Albuin von der Universität Matanzas hält einen Vortrag über die Anwendung von Alternativmedizin. Bio-energetisch ausgerichtet, werden in seinem Projekt »Behique« (indianisch für Heiler) die fünf Elemente der traditionellen chinesischen Medizin, einheimische Naturmedizin und moderne Forschungsansätze miteinander verknüpft. Dabei wird eng mit landwirtschaftlichen Produzenten, Pharmazeuten und Patienten zusammengearbeitet. In Kombination mit konventionellen Behandlungsmethoden kommen die Methoden Menschen mit Krankheitsbildern wie Diabetis, Übergewicht, Allergien, Gicht, Asthma und auch Krebs zugute.
    In einem anschließenden Gespräch mit jW geht es um die neue Generation von Medizinern in Kuba, die Zwangsrückkehr zur ökologischen Landwirtschaft infolge der Krise und die Suche nach wissenschaftlichen Kontakten in Deutschland. Mehr dazu lesen Sie demnächst in junge Welt.
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    22.02.2009, 19:00 Uhr

    Deutsch-chinesisch-kubanischer Gipfel

    Marion Leonhardt
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    Im Stadtbild, auf der Messe und als Besucher unseres Standes begegneten wir ihnen in den letzten Tagen ja schon öfter: den chinesischen Studenten. Interessiert, aber eher schüchtern, wurden die Auslagen und wir begutachtet. Dann taucht Pasquati Fang auf und wir finden uns in der Situation des Interviewten wieder. Einen ganzen Fragekatalog hat er mitgebracht. Wie links ist die junge Welt? Gibt es noch linkere Tageszeitungen? Fördert der Staat die Zeitungen finanziell?
    Wir verweisen auf die regelmäßige Erwähnung im Verfassungsschutzbericht als einzigen staatlichen Beitrag dazu, die junge Welt bekannter zu machen. Unser chinesischer Gast zeigt sich erstaunt von solcher Überwachung im heutigen Deutschland. Auch in China scheinen nicht alle Facetten bundesdeutscher Realtität den Weg in die Medien zu finden. Gemeinsam mit Ismaray Paula Cruz von der kubanischen Organisation für Völkerfreundschaft ICAP entspinnt sich eine spannende Diskussion über chinesisch-kubanischen Studentenaustausch.
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    22.02.2009, 19:00 Uhr

    Auf die Bohnen kommt es an

    Peter Steiniger
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    Guillermo Soto züchtet verschiedenste Bohnensorten zur Saatgutgewinnung
    In Santa Cruz del Norte, im Nordosten der Provinz Havanna gelegen, besuche ich die Kooperative CSS José Castellanos. Knapp hundert Mitglieder haben sich in ihr zusammengeschlossen. Der Kontrast zur nahen Hauptstadt könnte kaum größer sein. Hier fährt der Bürgermeister mit der Pferdekutsche vor. Neben dem Verwaltungsgebäude mit herausgeputzter Plaza Martiana, einem kleinen Ehrenhain für José Marti, hier in Kombination  mit den »fünf Helden« und einer Miniatur-Moncada, wird fleißig an neuen Lagerhäusern gebaut.
    Die Genossenschaft ist beteiligt an einem Programm für lokale landwirtschaftliche Innovation. Neben der Fleisch- und Milcherzeugung für 30.000 Menschen im Distrikt hat man sich ganz besonders der Bohnenfrage angenommen. Während die meisten Bauern kaum mehr als drei, vier Sorten kennen, werden hier auf Versuchsfeldern 58 Arten gezogen, um Resistenzen, Ertrag und die Anpassung an verschiedene Umweltbedingungen wie Trockenheit und Überschwemmungen.
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    22.02.2009, 00:00 Uhr

    Publizistik gegen Terror

    Berthold Wahlich
    Bild 1
    Es ist 16 Uhr. Der Vortragssaal Nicolas Guillen platzt aus allen Nähten. Auch viele Uniformen hoher Dienstgrade sind zu sehen. Alejandro Castro Espin, der Sohn von Präsident Raúl Castro, stellt sein neues Buch vor: Imperio del terror (Das Imperium des Terrors). Der Verfasser ist Ingenieur und hat Internationale Beziehungen studiert, sein Spezialgebiet sind Verteidigung und nationale Sicherheit. Er hat bereits verschiedene Arbeiten über Sicherheitspolitik, Wirtschaft und Finanzen, Diplomatie und Geschichte vorgelegt.
    Schwerpunkte seiner neuen, aufwendig recherchierten Arbeit sind die Repressionsapparate und Geheimdienste in den USA. Er zeigt auf, wie diese nach innen und außen eingesetzt werden. Er spricht sehr lebendig, dabei stets sachlich. Die äußerliche Ähnlichkeit zum Vater ist unverkennbar.
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    21.02.2009, 23:00 Uhr

    Chinesen in Havanna

    Gunnar Siebecke
    Hier geht es nicht um die im 19. Jahrhundert gegründete chinesische Gemeinde, hier geht es um junge chinesische Studentinnen und Studenten: Bemerkt haben wir einige von ihnen bereits auf dem Flug nach Kuba, aber auf der Buchmesse sind sie unübersehbar. In kleinen oder größeren Gruppen ziehen sie durch die verschiedenen Hallen und schauen wie alle anderen nach Interessantem.
    Wir haben mit ihnen gesprochen und dabei folgendes erfahren: Knapp 2.000 StundentInnen aus China studieren aufgrund eines chinesisch-kubanischen Abkommens von 2006 in Kuba die spanische Sprache. Das Abkommen sei über acht Jahre geschlossen, das Studium dauert zwei Jahre. Das Projekt reiht sich in verschiedene Handels- und Wirtschaftsabkommen zwischen Kuba und China ein, so dass z.B. als Gegenleistung auch Busse für den Nahverkehr geliefert werden.
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    21.02.2009, 23:00 Uhr

    Ecuador gleich nebenan

    Marion Leonhardt
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    Auch Gustavo setzt sich für die Freilassung der fünf in den USA gefangenen Kubaner ein
    »Buenos dias, compañeros«, schallt es uns jeden Morgen, kurz bevor wir unseren Stand erreichen, entgegen. Die uns so herzlich begrüßen, sind die sechs Aktivisten von der »Feria Internacional de libros en Ecuador«. Chef des Standes ist Gustavo Garces Molineros von der Verlagsgruppe Sur Editorial. Das »Sur« (Süden) ist hier nicht nur geographisch zu verstehen, sondern auch positive Referenz auf den Integrationsprozeß in Lateinamerika. Der lateinamerikanische Kontinent als Verlagslogo ist ebenso Ausdruck der Verbundenheit damit. Wie auch die konkrete Umsetzung kultureller Zusammenarbeit - die Verlagsgruppe publiziert in zehn lateinamerikanischen Ländern.
    Was treibt sie nun zum ersten Mal auf Havannas Buchmesse? »Wir wollen in Kuba unsere Arbeit zu Kuba bekanntmachen«, so die spontane Antwort von Gustavo. Das zeigt sich im Verlagsprogramm. Werke kubanischer Autoren oder Bücher über kubanische Persönlichkeiten sind hier ein Schwerpunkt. Ganz bewußt, aus Solidarität, und um die Informationsblockade in Ecuador über Kuba zu durchbrechen. Wunderbar, hier auch Menschen aus Ecuador zu treffen, mit den gleichen Anliegen wie unser Projekt. Auch konkrete Aufgaben und Ziele stehen auf der Agenda unserer Nachbarn. Zur Zeit laufen Verhandlungen mit fünfzehn kubanischen Schriftstellern, um sie zu publizieren. Networking mit kubanischen Verlagsgruppen ist ebenso angesagt.

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    21.02.2009, 18:00 Uhr

    Rufer auf der Piste

    Die erste Auslandsreise des Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela nach dem Sieg des »Ja« im Referendum über eine Verfassungsreform führt nach Kuba. Am Freitagabend traf Hugo Chávez auf dem Flughafen von Havanna ein, wo er von Kubas Präsident Raúl Castro Ruz empfangen wurde. Mit Hochrufen auf Kuba, Fidel und Rául betrat der Gast kubanischen Boden, berichtet die Zeitung Juventud Rebelde. Die anschließende Umarmung der beiden Staatsführer sieht sie als ein Symbol der Einheit der beiden Bruderländer. (pst)
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    21.02.2009, 00:30 Uhr

    Schule der Produzenten

    Peter Steiniger
    Feldarbeit

    Ein Besuch bei der städtischen Landwirtschaft in Havanna

    Organopónico Vivero Alamar ist eine Vorzeigekooperative. Während mich Sandra Miranda Lorigados vom Nationalen Institut für Agrarwissenschaften und Jürgen Roth von der Deutschen Welthungerhilfe/Agro Acción Alemana durch das Projekt führen, ist auch eine kanadische Reisegruppe vor Ort.

    Hier in der Unidad Básica de Producción Cooperativa (UBPC) wird verbrauchernah produziert. Die Neubauten der Vorstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern umrahmen die Ackerflächen und Gewächshäuser. Seit zehn Jahren ist die DWHH mit ihren kubanischen Partner-NGO ACPA (Kubanische Vereinigung für Tierproduktion) und ACTAF ( Kubanische Vereinigung für Agrar- und Forsttechnik) daran beteiligt, hier eine kleinflächige, effiziente und ökologisch ausgerichtete Produktion, vorrangig von Gemüse, zu entwickeln. Gewächshäuser wurden gebaut, Pumpen installiert, Materialien zur Verfügung gestellt. Vermarktet wird direkt, was bedeutend zur Ernährungssicherung der Bevölkerung in Alamar beiträgt. Viele administrative Hürden galt und gilt es dabei zu überschreiten.

    Seit 1994 ist die DWHH bereits in Kuba tätig. Während in den Jahren seit der Spezialperiode bis 2006 vor allem die direkte Unterstützung von Produzenten im Mittelpunkt stand, geht es nun vor allem darum, Dienstleistungszentren für Genossenschaften und kleine Produzenten, wie z. B. Kleintierhalter zu entwickeln. Eine Million Euro setzt die Welthungerhilfe in den nächsten vier Jahren insgesamt hierfür ein.
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    21.02.2009, 00:00 Uhr

    »Sie haben das Richtige getan«

    Interview: Ruben Wesenberg
    Laura
    Laura Labañino
    Ein Gespräch mit Laura Labañino. Die 16jährige Laura ist Tochter von Ramón Labañino, einem der fünf Kubaner, die seit zehn Jahren in den USA inhaftiert sind
    Vor zehn Jahren wurde Ihr Vater in den USA festgenommen und sitzt seitdem in Haft. Wie geht Ihre Familie mit dieser Situation um?
    Die größte Last liegt sicherlich bei meiner Mutter. Ich gehe wie alle anderen in meinem Alter in die Schule. Ich lerne an einer Oberschule und bereite mich auf ein Kriminalistikstudium vor. Dazu kommt allerdings, daß ich – wie die anderen Angehörigen der Inhaftierten – seit vielen Jahren als »Reisende« unterwegs bin. Meine Schwester Lisbeth und ich begleiten unsere Mutter bei der Solidaritätsarbeit. Wir halten Vorträge, besuchen Konferenzen und informieren über das, was unseren Vätern angetan wird. Eine große Hilfe ist uns dabei das Solidaritätskomitee »International Commitee for the freedom of the cuban 5« von Graciela Ramirez.
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    20.02.2009, 21:00 Uhr

    Für eine andere Sicht auf die Welt

    Katja Klüßendorf und Ruben Wesenberg
    Prensa
    Mit Herz und Verstand Nachrichtenmann: Frank González

    Ein Besuch bei Prensa Latina

    Frank González García, Präsident von Prensa Latina, empfing uns sehr herzlich im historischen Gründungsgebäude von Kubas Nachrichtenagentur. Dieses teilt es sich heute mit dem Gesundheitsministerium. Die Agentur wurde im Juni 1959, sechs Monate nach dem Triumph der kubanischen Revolution, unter Beteiligung Che Guevaras gegründet.
    Mit seinem argentinischen Landsmann, dem Radiojournalisten Jorge Ricardo Mazetti an der Spitze, lieferte Prensa Latina schon in den Flitterwochen des kubanischen Sozialismus Informationen über das, was tatsächlich in Kuba geschah.
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    20.02.2009, 20:05 Uhr

    Friedensfreunde auf vier Pfoten

    Peter Steiniger
    Für Tiere nicht zu bremsen: Nora García
    Für Tiere nicht zu bremsen: Nora García
    Den Termin habe ich dem kubanischen Presseamt zu verdanken. Dort weiß man, daß ich ein Freund der belebten Natur bin und verabredet mich mit Nora García Pérez. Die frühere Theaterschauspielerin ist Präsidentin von ANIPLANT, der Kubanischen Vereinigung für Tiere und Pflanzen. Sie empfängt mich und meine zweibeinige Begleiterin in einem gut erhaltenen Häuschen in Havannas Altstadt. Bei unserem Gespräch steht ihr der Tierdoktor Dr. Ramon Arias vom kubanischen Landwirtschaftsministerium zur Seite, welches die Arbeit dieser NGO kontrolliert, unterstützt und fachlich begleitet.
    Die ANIPLANT ist Mitglied der World Association for the Protection of Animals (WSPA). Ihr gehören rund zweihundert Mitstreiter an, die in Zusammenarbeit mit Veterinären, lokalen Behörden und den Medien Informationvermittlung an Züchter und Bevölkerung zu Umweltschutz, Tierhaltung und Tierrechten betreiben.
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    20.02.2009, 19:00 Uhr

    Mein Tag: Spezialperiode

    Peter Steiniger
    Tag neun der Buchmesse. Wir stehen definitiv auf dem Schlauch. Die Tage am Stand sind lang, meine Mitstreitenden müssen dort tausend Fragen neugieriger Besucher beantworten. Kaum eine oder einer von uns hat noch Stimme. Die Nervenkostüme sind dünner geworden, manchmal reißen sie auf. Die anstrengenden Wege durch die Stadt, die Warterei, die vielen Termine und Besprechungen, die Zecherei. Erkältungen, Fieber und Montefidels Rache haben bereits die Runde gemacht.
    Die Verständigung mit der Redaktion in Berlin beschränkt sich auf den E-Mail-Verkehr. Bei sechs Stunden Zeitunterschied ist das nicht immer ganz einfach. Dort hat man auch andere Sorgen, muß jeden Tag eine Zeitung machen und Havanna ist weit.
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    20.02.2009, 00:00 Uhr

    Synergieeffekte

    Katja Boll und Katja Klüßendorf
    Kuh
    Gut im Futter dank Havana Club
    Nach einer Woche Messestreß ist es an der Zeit für eine Luftveränderung. Cuba Sí hat uns eingeladen, ihre Milchprojekte in der Provinz Havanna zu besichtigen. Mit einem alten Bulli, welcher ACPA dient, der Kubanischen Vereinigung für Tierproduktion, geht es über Schlagloch, Stock und Stein.
    Hinter San José taucht die nagelneue Schnapsfabrik von Havana Club auf. Gleich in der Nachbarschaft hütet Bauer Alexis seine Rindviecher. Diese profitieren vom Hochprozentigen, denn mit dem, was vom Zuckerrohr übrigbleibt, werden ihre Tröge gefüllt. Wir Zweibeiner dürfen uns mit selbstgemachtem Käse und Flan-Pudding stärken. Der Campesino führt uns durch die Ställe und präsentiert uns stolz seine Bio-Gasanlage. Auch in puncto Energie ist er Selbstversorger.
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    19.02.2009, 23:30 Uhr

    Medien, Macht und Wirklichkeit

    Marion Leonhardt
    Catedra
    Im Gespräch über Medien und Realitäten in Deutschland
    Buchmesse in Havanna – das sind nicht nur die zahlreichen Gespräche am Stand, der regen Zuspruch aus ganz Lateinamerika findet. Heute steht eine Begegnung mit Deutschstudenten auf dem Programm. So machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein gut gelaunt und mit dem Film »Die Nachrichten«, Laptop und Beamer bewaffnet auf den Weg zur Catedra Alexander Humboldt. Ein An-Institut der Universität Havanna, das in einer alten Villa den Rahmen für Deutschlehrerfortbildung und Kulturveranstaltungen gibt.
    Das ebenso schöne wie baufällige Gebäude kenne ich schon lange durch unser Solidaritätsprojekt der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba zur Unterstützung der Baumaßnahmen und der kulturellen Arbeit. 30 kubanische Studenten und drei Dozenten begrüßen uns herzlich.
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    19.02.2009, 01:00 Uhr

    Resonanzen

    Doris Hensen schrieb uns vor ihrem Abflug nach Havanna: »Eure Berichte sind eine wunderbare Vorbereitung auf unseren Besuch der feria. Danke für die lebendigen, kenntnisreichen Schilderungen!« Sie verspricht, uns in den nächsten Tagen hier am Stand zu besuchen. Wir sind schon gespannt.
    Katrin erhofft sich von uns »noch viele interessante und informative Eindrücke«. Frau Isermann aus Berlin freut sich darüber, die Autoren selbst auch im Bild zu sehen.
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    19.02.2009, 00:20 Uhr

    »Das Richtige getan«

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    Verbrechensbekämpfung liegt in der Familie: Laura Labañino möchte Kriminalistik studieren

    Am Wochenende in der Printausgabe: Über ein Leben als »Reisende«, das väterliche Vorbild und Optimismus, der aus Solidarität wächst. Ein Gespräch mit Laura, der Tochter von Ramón Labañino, einem der »Cuban five«. Ein Interview von Ruben Wesenberg

    Antonio Guerrero Rodríguez, Fernando Gonzáles Llort, René Gonzáles Sehwerert, Ramón Labañino und Gerardo Hernández sind seit nunmehr zehn Jahren in den USA inhaftiert. Die fünf gehörten zu einer Gruppe von kubanischen Aufklärern, die in Miami (USA) Strukturen und Aktivitäten militanter Exilkubaner ausforschten. Die kubanische Regierung wollte die US-Behörden auf Grundlage dieser Erkenntnisse dazu bewegen, gegen terroristische Aktivitäten dieser dieser rechtsextremen Gruppierungen gegen Kuba vorzugehen. Von den US-Behörden wurden sie mit konstruierten Anschuldigungen und in unfairen Verfahren wegen Verschwörung zur Spionage zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Elementare Rechte werden ihnen und ihren Familien vorenthalten. Am Sonntagabend besuchten uns besuchen die Geschwister Laura und Lizbeth Labañino (16 und 12 Jahre) und und die 11jährige Ivette Gonzáles. Sie engagieren sich mit ihren Familien in einem kubanischen Solidaritäts-Komitee für die Freilassung ihrer Väter.


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    19.02.2009, 00:15 Uhr

    Marktwirtschaft wagen

    Peter Steiniger
    Markt
    Da sind wir aber immer noch: Kuba-Orangen

    Erkundungen im kubanischen Alltag am Rande der 18. Internationalen Buchmesse von Havanna

    Die schweren Hurrikans vom letzten Herbst, die quer über die Insel pflügten, hatten vor allem die kubanische Landwirtschaft verwüstet. Eine Tragödie angesichts der ohnehin angespannten Versorgungslage. Kuba muß den größten Teil der benötigten Nahrungsmittel gegen knappe Devisen auf dem Weltmarkt kaufen. Umso wichtiger ist es, die Erzeugung im Land selbst anzukurbeln.
    Nach diesen Naturkatastrophen gab es auf den Bauernmärkten der Hauptstadt Havanna lange nichts zu holen. Abgesehen von Zwiebeln, Knoblauch und Malanga-Wurzeln war das Sortiment bis in den Dezember hinein wie leergefegt. Von einer »Bananenrepublik« konnte schon gar keine Rede mehr sein: Die langsam wachsenden Stauden waren an kaum einem Ort verschont geblieben.
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    19.02.2009, 00:00 Uhr

    Aktiv für die Älteren

    Berthold Wahlich
    Das Alter kann einsam machen. Dieses Problem stellt sich auch in Kuba. An unserem Stand lerne ich drei Lehrerinnen kennen, die sich in einer Initiative engagieren, die Aktivitäten für Ältere in Stadtvierteln als Nachbarschaftshilfe organisiert. Zum Beispiel wird - nach chinesischem Vorbild - am Morgen Gymnastik mit Musik im Park getrieben. Es gibt kulturelle Angebote wie Tanzabende, Theaterbesuche und vielfältige geistige Aktivitäten, um Alterskrankheiten wie Alzheimer vorzubeugen. Diese Möglichkeiten sind sehr gefragt, zwischen den alten Menschen entstehen Kontakte, Freundschaften und sogar Heiraten werden geschlossen. Ihre Initiative gehe auf eine Anregung von Revolutionsführer Fidel zurück, betonen die drei.
     
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    18.02.2009, 19:00 Uhr

    Schon wieder: Zwei neue Leserinnen

    Peter Steiniger
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    Wißbegierig: Isis und Claudia
    Uns besuchen Claudia und Isis. Die beiden studieren an der Universität Havanna Kommunikation und Deutsch bzw. Französisch und Englisch. Neben der jW-Extraausgabe auf Spanisch und den thematischen Beilagen interessieren sie sich besonders für unsere Internetausgabe. Sie lassen sich genau zeigen, wie dieser Blog entsteht.
    Ihnen gefällt die Atmosphäre der »Feria« und sie nutzen gern die Möglichkeit, sich hier nach neu erschienen Büchern umzusehen. Vor allem nach Titeln, die für das Studium hilfreich sind.
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    18.02.2009, 19:00 Uhr

    Blattmacher unter sich

    Peter Steiniger
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    Dietmar Koschmieder im Gespräch mit Luis Luque
    Dienstag nachmittag. In der Redaktion von Juventud Rebelde, der Zeitung des kubanischen Jugendverbandes, empfängt uns Luis Luque Álvarez, der dort für das außenpolitische Ressort zuständig ist. Das Redaktionsgebäude am Platz der Revolution hat den Charme vom Franz-Mehring-Platz 1, dem Sitz des ND, aus früheren Tagen. Die Revolution ist unbesiegbar, denn es gibt Kopien davon. Wir erörtern Möglichkeiten für Austausch und Kooperation zwischen Juventud Rebelde und junge Welt.
    Die Zeitung hat eine Auflage von 200.000 Exemplaren je Erscheinungstag. Sie bietet ein breites Themenspektrum und bemüht sich darum, einen lebendigeren und investigativeren Journalismus zu entwickeln, erfahren wir. Auf der Messe werden gerade zwei von ihrem Verlag herausgegebene Bücher über »unbequemen« Journalismus vorgestellt. Das entspräche sicher nicht den Klischees von kubanischer Presse in unseren Medien, meint Luque.
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    18.02.2009, 18:00 Uhr

    Fotostrecke: Winterliches

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    Havanna ist eine Stadt der Gegensätze und der Überraschungen. Prächtige Kolonialpaläste, »realsozialistische« Moderne, Aufbau und Verfall liegen dicht beieinander. Neue Geschäfte und alte Parolen, amerikanische Straßenkreuzer und chinesische Busse. Doch sehen Sie selbst.
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    18.02.2009, 18:00 Uhr

    Fotostrecke: Cuba-Chile

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    Die Republik Chile ist Ehrengastland der diesjährigen Buchmesse Havanna. Zahlreiche Verlage, Künstler und Autoren aus dem Andenland sind präsent. Besonders wird an die solidarische Verbundenheit mit dem Chile Allendes und der Unidad Popular erinnert. Doch sehen Sie selbst.
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