In einem Land nach dem anderen kommt in Lateinamerika die extreme Rechte an die Macht – neben dem aggressiven US-Imperialismus liegt das auch am wirtschaftlichen Abschwung.
Havanna stellt weitreichende Wirtschaftsreformen vor – wird die Öffnung zum Markt den kubanischen Sozialismus retten? Klar ist bislang nur, dass Washington den brutalen ökonomischen Würgegriff gegen das Land nicht lockert.
Nach dem Erdbeben im Juni und der US-Aggression Anfang Januar liegt Venezuela am Boden. Doch die Ursachen der politischen und wirtschaftlichen Krise des Landes reichen tiefer.
Die Eliten Kolumbiens haben Petros Reformpläne mit aller Macht versucht zu blockieren. Einige Verbesserungen konnte er trotzdem durchsetzen. Mit der Wahl des ultrarechten de la Espriella droht der Rollback.
José Antonio Kast, der neue Präsident in Santiago, räumt mit den Arbeitsmarktreformen seines Vorgängers auf. Das gilt etwa für die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden. Die Oligarchenfamilien des Landes dürfen sich freuen.
Mit Daniel Noboa ist seit 2023 der reichste Mensch des Landes an der Macht. Seine Amtszeit ist von zügellosem Kapitalismus und autoritärer Staatsgewalt geprägt – unter enger Einbindung Washingtons.
Wie ab 1989 unter der Regierung von Carlos Menem hat Javier Milei das Land seit 2023 einer neoliberalen Schocktherapie unterzogen. Die Wirtschaftskrise Argentiniens hat das nur verschärft.
Brasilien hat sehr viele Gewerkschaften, doch nur sehr wenig Arbeiter gehören ihnen an – und es werden immer weniger. Das geht auf die in den 1930er Jahren unter der Vargas-Diktatur geschaffene Arbeitsrechtsstruktur zurück.