Wie Sie sehen, sind meiner Kreativität – gleich dem deutschen Militarismus – keine Grenzen gesetzt. Bei der Sicherheit Deutschlands ist auf mich Verlass. Für Rückfragen oder ein Bewerbungsgespräch stehe ich jederzeit zur Verfügung.
Infernos und Hitzetote zeigen Klimakrise an. Diese zeitigt weitere weniger bekannte, aber ebenso brenzlige Resultate: von Lieferengpässen aufgrund dürftiger Wasserstände in europäischen Flüssen bis zu Ernteausfällen und Produktivitätsverlusten in Milliardenhöhe.
BMW kündigt Kürzung von 8.000 Stellen weltweit bis Ende 2027 und Abfindungen für Beschäftigte in der BRD ab Oktober an. Die IG Metall und der Betriebsrat reagieren zurückhaltend. Fest steht: Auch dieser Karren steckt im Dreck.
Für Kraftstoffe werden wieder Mondpreise verlangt. Man diskutiert über Entlastungsmöglichkeiten. Der letzte Versuch namens Tankrabatt gilt als teuer und unpräzise. Spritpreisdeckel, Klimageld und Übergewinnsteuer lauten die Vorschläge. Die Bundesregierung lässt sich Zeit.
»Regionen, die überproportional stark für die AfD stimmen, leiden deutlich stärker unter einer AfD-Politik als andere«, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin herausgefunden. Wer sie wählt, manövriere sich demnach in eine Abwärtsspirale.
Alleinerziehende sind laut Statistischem Bundesamt mehr als doppelt so armutsgefährdet wie Paare mit Kindern. Derweil streicht die Bundesregierung die Kinder- und Familienpolitik zusammen, darunter den Unterhaltsvorschuss. Die Linke spricht von »patriarchaler Klassenpolitik«.
Die Deutsche Bahn (DB) will bundesweit das Bechern untersagen: an 5.400 Stationen, bis Mitte Oktober – ambitioniert. Das Presseecho lieferte vor allem einen gruseligen Einblick in die Meinungsvielfaltreste, die die Zentralisierung im Mediensektor übrig gelassen hat.
»Wir sehen rot: Im Widerstand gegen ihre Kriege.« Ab dem 24. Juli ist das Rote Atelier zurück in der Berliner Maigalerie. Wo Antimilitarismus heute anknüpfen muss und wie er gelingen kann, erklärt Grafiker Der Gauna im Interview mit jW.
2021 haben sich 59 Prozent der Berliner für die Enteignung ihrer Grundherren ausgesprochen. Fünf Jahre, reichlich politische Augenwischerei und anderthalbfach teurere Angebotsmieten später, ist fast allet wie jehabt, sind 56 Prozent für die Vergesellschaftung.
Von 1.700 seit 2024 gemeldeten Fällen von Mietwucher wurde kein einziger bearbeitet, da die Ämter überlastet sind. Doch SPD und Grüne stocken kaum auf. »Gute Zeiten für dreiste Vermieter in Hamburg«, nennt es Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion.
Die Linke wollte wissen, wie die Regierung gedenkt, die Bezahlbarkeit von Lebensmitteln zu gewährleisten und damit dem Wunsch von 90 Prozent der Bevölkerung zu entsprechen. Die Antwort ist dürftig.
Der Bundestag hat die Misere im deutschen Schienen- und Straßenverkehr und entsprechende Anträge der Grünen behandelt. Das geforderte Tempolimit wurde allerdings abgelehnt und der Rest zur Ablehnung in den Verkehrsausschuss überwiesen.