02.01.1998
Vor dem jüngsten Massaker in Chiapas
Morde von Acteal waren kein Zufall
Von Jens Holst
Der unaufhörliche Nieselregen hat den Feldweg aufgeweicht. Dichter Nebel hüllt die steilen Berghänge ein. Eine bedrohliche Stimmung geht von den verrußten Resten abgebrannter Hütten und Autos aus. Kein Mensch ist weit und breit zu sehen. Erst in Pechiquil stehen Männer mit zerschlissenen Hosen und schlammigen Gummistiefeln auf der Straße. Um die Häuser am Ortseingang drängen sich buntgekleidete Frauen und Mädchen in ihren indianischen Trachten, ihre Blicke sind ängs...
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