Leserbrief zum Artikel »Wichtigste Tradition ist die Sicherung des Friedens«
vom 14.05.2013:
Peinliches Wie
Ich war selber 16 Jahre Angehöriger der NVA (davon 13 Jahre als Offizier) und lasse auf diese und unsere ehemaligen Soldaten nichts kommen.
Die NVA war für damalige Verhältnisse eine moderne und gut ausgebildete Armee, die sich die Friedenserhaltung auf die Fahnen geschrieben hat und ich bin der Meinung, dass die Masse unserer Soldaten das auch fest glaubte. Daran wird sich nichts geändert haben. Die NVA hat mit dazu beigetragen, den Frieden in Europa zu erhalten. Aber genau das Gleiche nimmt jeder Soldat einer anderen Armee in Europa für sich in Anspruch.
Den Alleinanspruch auf Friedenserhaltung haben die NVA und deren verbündete Armeen also nicht. Wenn wir aber immer darauf herumrumkauen, ergibt sich explizit, dass die uns damals gegenüberstehenden Armeen und deren Soldaten eben nicht Soldaten für den Frieden waren. Mit dieser Einstellung jedoch wird die NVA nie einen Platz in der heutigen Geschichtsschreibung finden.
Wenn man heute einschlägige aber auch spezielle Literatur liest, an die man zu Zeiten der DDR gar nicht herangekommen ist, nicht mal als Hörer der Militärakademie, dann kann man schon so manches Mal ins Zweifeln kommen, ob die NVA unter Befehl des Generalstabes der Sowjetarmee wirklich so "friedensliebend" war, wie man uns vormachte und wie wir es auch fest glaubten.
Der 8. und 9. Mai, war in der NVA kein Feiertag, der irgendwie Einfluss auf den Dienstbetrieb dieser Tage gehabt hätte. Der Stellvertreter des Kommandeurs für politische Arbeit legte gemeinsam mit den Soldaten des Partnertruppenteils ein Gebinde an einem Ehrenmal nieder und das war es schon. Seltener wurde anläßlich diesen Tages eine militärische Abordnung aus den Linieneinheiten gestellt.
Nur wenn Partei- und Staatsführung auftraten, hatte das Wachregiment Soldaten für eine Ehrenformation zu stellen.
Die Gefallenen der Roten Armee zu ehren, ist mir eine Herzenssache. Aber das wie - in Uniformen der NVA - wo uns doch unser Volk abgeschafft hat, finde ich einfach peinlich.
Die NVA war für damalige Verhältnisse eine moderne und gut ausgebildete Armee, die sich die Friedenserhaltung auf die Fahnen geschrieben hat und ich bin der Meinung, dass die Masse unserer Soldaten das auch fest glaubte. Daran wird sich nichts geändert haben. Die NVA hat mit dazu beigetragen, den Frieden in Europa zu erhalten. Aber genau das Gleiche nimmt jeder Soldat einer anderen Armee in Europa für sich in Anspruch.
Den Alleinanspruch auf Friedenserhaltung haben die NVA und deren verbündete Armeen also nicht. Wenn wir aber immer darauf herumrumkauen, ergibt sich explizit, dass die uns damals gegenüberstehenden Armeen und deren Soldaten eben nicht Soldaten für den Frieden waren. Mit dieser Einstellung jedoch wird die NVA nie einen Platz in der heutigen Geschichtsschreibung finden.
Wenn man heute einschlägige aber auch spezielle Literatur liest, an die man zu Zeiten der DDR gar nicht herangekommen ist, nicht mal als Hörer der Militärakademie, dann kann man schon so manches Mal ins Zweifeln kommen, ob die NVA unter Befehl des Generalstabes der Sowjetarmee wirklich so "friedensliebend" war, wie man uns vormachte und wie wir es auch fest glaubten.
Der 8. und 9. Mai, war in der NVA kein Feiertag, der irgendwie Einfluss auf den Dienstbetrieb dieser Tage gehabt hätte. Der Stellvertreter des Kommandeurs für politische Arbeit legte gemeinsam mit den Soldaten des Partnertruppenteils ein Gebinde an einem Ehrenmal nieder und das war es schon. Seltener wurde anläßlich diesen Tages eine militärische Abordnung aus den Linieneinheiten gestellt.
Nur wenn Partei- und Staatsführung auftraten, hatte das Wachregiment Soldaten für eine Ehrenformation zu stellen.
Die Gefallenen der Roten Armee zu ehren, ist mir eine Herzenssache. Aber das wie - in Uniformen der NVA - wo uns doch unser Volk abgeschafft hat, finde ich einfach peinlich.