Leserbrief zum Artikel Scheinheiliger Weltrichter
vom 27.04.2013:
Indianerland
Bevor die USA neue, völkerrechtswidrige Kriege gegen Syrien, den Iran, Nord-Korea oder wegen Tibet sogar gegen die Volksrepublik China vom Zaune bricht, sollte sie den indianischen Völkern im eigenen Land die Freiheit zurückgeben, die diesen im Laufe von vier Jahrhunderten geraubt wurde - mit Hilfe von Kriegen, Völkermord, Zwangsumsiedlung, eingeschleppten Krankheiten, Bruch aller ausgehandelten Verträge, der gezielten Ausrottung des Bisons als Lebensgrundlage sowie der Zerstörung der indianischen Kulturen. Wenn den Vereinigten Staaten die so unerträglich oft beschworenen Menschenrechte, sowie Freiheit und Demokratie am Herzen lägen, könnten sie dies auf dem von ihnen noch immer besetzten Indianerland unter Beweis stellen durch eine sowohl materielle als auch kulturelle Wiedergutmachung. Dies wäre ein erster, unverzichtbarer Schritt, die moralische Glaubwürdigkeit des Landes wiederzuerlangen.