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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Oskar oder Osten vom 15.05.2012:

Die Sargnägel der Linken, Teil 1

Es ist zu lesen, daß die Ost-Landesverbände sich gegen eine Wiederkehr von Lafontaine wenden. Aber sind es wirklich die Landesverbände, oder sind es nicht eher die selbsternannten Linke-Landesfürsten, die ihre gut dotierten Privilegien verteidigen? Und damit meine ich in erster Linie das Geld, das sie monatlich einkassieren, sei es als gut bezahlter Landesvorsitzender oder als Mitglied ihres Landesparlamentes.
Diesen Landesfürsten geht es doch schon lang nicht mehr um eine revolutionäre Veränderung der herrschenden Ausbeutungsverhältnisse. Ihr Prinzip lautet: die Bewegung ist alles, das Endziel – nichts.
Den Kapitalismus auf ein erträgliches Maß reformieren, das ist, was sie wollen. Dann schaut ihr Herren Genossen Reformer in die Geschichte, nämlich auf die Geschichte der Partei, auf die ihr immer schielt, wenn es um das Ergattern von Ministerpöstchen geht: die SPD.
Soll sich die Geschichte wiederholen: erst als Tragödie, jetzt als Farce?
Daß Lafontaine für seine Wiederkehr Bedingungen stellt, ist nur normal, wenn man die hinterhältigen Attacken von Bartsch und Co. Wer will ständig Politik betreiben, wenn die Brutusse hinter Lafontaines Rücken ihre Messer wetzen.
Selbst wenn ein Neskovic, bekannt für seine rationalen Äußerungen, wie es bei einem guten Richter immer sein sollte, sich zu der Ansicht hinreißen läßt, daß Bartsch der Sargnagel einer gesamtdeutschen Linken ist, dann muß es echt kochen an der Spitze.
Wenn die Linke nicht wirklich zu Marx zurückkehrt, dafür zu Bernstein und Kautsky, dann ist dieses linke Projekt, Die Linke. genannt, tatsächlich tot, wie es viele schon freudig unken.
Auf dem nächsten Parteitag, wo es um die Wahl der Vorsitzenden geht, muß (!!!) Tacheles geredet werden.
Kurt W. Fleming
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