Leserbrief zum Artikel Neinsager gesucht
vom 20.11.2009:
Erst Truppenabzug schafft Voraussetzung für Frieden!
Deutschland führt seit Jahren Krieg am Hindukusch und verstrickt sich immer tiefer darin. Es darf nur seitens der herrschenden Politik (noch) nicht so genannt werden. Stattdessen ist laut von und zu Guttenberg von "kriegsähnlichen Verhältnissen" die Rede. Der Kriegskoalition der Willigen geht es bei der Besetzung Afghanistans einzig um die langfristige Absicherung von geostrategischen Interessen und um ungehinderte Zugriffsrechte auf die natürlichen Ressourcen des bürgerkriegsgeschüttelten Landes. Eine Beendigung des Krieges in Afghanistan verlangt den sofortigen Abzug der ausländischen Besatzungstruppen. Erst danach kann es einen innergesellschaftlichen Aussöhnungsprozess und zivilen Wiederaufbau geben. Eine breite Bevölkerungsmehrheit in Deutschland lehnt folgerichtig den Bundeswehreinsatz in Afghanistan ab. Es ist daher richtig und notwendig, das Thema mit neuen und kreativen Aktionsbündnissen wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Initiativgruppen wie die Friedenskoordination um Laura von Wimmersperg haben hierbei von Anbeginn wertvolle Aufbauarbeit geleistet, um ein kritisches öffentliches Bewusstsein gegenüber Kriegseinsätzen deutscher Soldaten zu schärfen. Ihnen gebührt an dieser stelle Dank für ihren unermüdlichen Einsatz! Als einziger Schönheitsfehler bleibt nur Uwe Hiksch: Der ist nämlich kein Friedensengel, sondern versteht sich weitaus besser auf das Abzocken von wehrlosen Hartz 4-Empfängern.