Leserbrief zum Artikel Nicht unsichtbar
vom 12.09.2009:
Grüne Ignoranz
Ich als schwarze Deutsche kann mich Herrn Mergls Ansicht hundertprozentig anschließen. Ich bin tief erschüttert über die Ereignisse in Mannheim und in Kaarst. Ich habe auch immer geglaubt, dass die Grünen mich in Sachen Integration und aktiven Kampf gegen Rassismus am besten verstehen und ihnen als Partei mehr als einmal meine Stimme gegeben. Nun ist es aber durch Frau Lazars Statement als Repräsentantin der Bundesfraktion klar, dass der Kampf gegen den Rassismus für viele nur dann relevant ist, wenn es sich im Wahlkampf gut nutzen lässt. Wie wir ja bei Frau Künasts berechtigter Kritik sehen können. Ansonsten stehen wir als schwarze Deutsche als "Lügner und Hetzer" da.
Um den Rassismus zu bekämpfen, braucht es mehr als Lippenbekenntnisse und Wahlkampfshows. Ich denke, dass wir alle gefragt sind, unsere Denkweisen ganz genau zu hinterfragen.
Nur wenn wir uns der Kritik stellen, zuhören und diskutieren - auch wenn es "nur" um eine einzelne Person geht - haben wir eine Chance, die Situation langfristig zu verbessern.
Eine über alle Kritik erhabene Partei, die meint, nichts dazulernen zu müssen, weil "alle Fragen" mit einem Wahlprogramm schon beantwortet sind, kann da nicht hilfreich sein.
Trotzdem werde ich mich nicht den Mechanismen derer unterwerfen, die nach einer schlechten Erfahrung alle in einen Topf schmeißen und weiterhin nach Grünen suchen, die sich auf eine Diskussion einlassen und meine Gefühle und Kritik respektieren. Dazu ermutigen mich die Menschen, die mich verstehen und die genauso berechtigt sind, mich zu kritisieren.
Um den Rassismus zu bekämpfen, braucht es mehr als Lippenbekenntnisse und Wahlkampfshows. Ich denke, dass wir alle gefragt sind, unsere Denkweisen ganz genau zu hinterfragen.
Nur wenn wir uns der Kritik stellen, zuhören und diskutieren - auch wenn es "nur" um eine einzelne Person geht - haben wir eine Chance, die Situation langfristig zu verbessern.
Eine über alle Kritik erhabene Partei, die meint, nichts dazulernen zu müssen, weil "alle Fragen" mit einem Wahlprogramm schon beantwortet sind, kann da nicht hilfreich sein.
Trotzdem werde ich mich nicht den Mechanismen derer unterwerfen, die nach einer schlechten Erfahrung alle in einen Topf schmeißen und weiterhin nach Grünen suchen, die sich auf eine Diskussion einlassen und meine Gefühle und Kritik respektieren. Dazu ermutigen mich die Menschen, die mich verstehen und die genauso berechtigt sind, mich zu kritisieren.