Aus: Ausgabe vom 17.03.2016, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Nicht viel mehr

Interview | Mi., 7.15 Uhr, DLF

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Wer wissen will, woher die AfD u. a. kommt, schaue auf den jetzigen EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) – schlagende Verbindung, Umdeuter des Altnazis Filbinger, der in Baden-Württemberg von 1966 bis 1978 Ministerpräsident war, in einen Antifaschisten, lange Zeit Mitglied im rechten Studienzentrum Weikersheim. Obwohl vom Moderator mehrfach zur AfD gefragt, sagt er nichts zu ihr – außer: »Natürlich nicht wegen 15 Prozent AfD den Kurs ändern.« Gemeint ist Angela Merkel. Die AfD habe »kein Konzept, kein Programm. Sie ist eine reine Protestpartei«. Oettinger vertritt das Prinzip Aussitzen. Sehen, was sich draus machen lässt, wenn demnächst die Rechten keine reine Protestpartei mehr sind. Für den EU-Gipfel heute und morgen kündigt er an: »Ich glaube, es wird nennenswerte Fortschritte geben.« Das sogenannte Dublin-Verfahren wird novelliert, sagt er, vor allem sollen die EU-Staaten mit Außengrenzen zu Afrika und Asien finanzielle Hilfe bekommen. Viel mehr will die AfD auch nicht. (asc)

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