Aus: Ausgabe vom 02.03.2016, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Wahlverwandtschaft

NPD – Der falsche Feind? | Mo., 23.00, ARD

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Die NPD muss weg. Darüber sind sich Demokraten weitgehend einig. Einem Verbot stand lange Zeit im Weg, dass die Partei mehr als sonst üblich durch V-Leute staatlich unterwandert war. Inzwischen wollen Bund und Länder ihre Mitarbeiter aus den Spitzengremien abgezogen haben. Und so gab das Bundesverfassungsgericht grünes Licht für einen zweiten Anlauf. Am gestrigen Dienstag begann in Karlsruhe das Verbotsverfahren.

Und was machen die Neonazis? Sie setzen auf einen Plan B. Das heißt, sie halten nach einer Ersatzorganisation Ausschau. Ein potentielles Auffangbecken für den bürgerlich auftretenden Teil der Rassisten ist schon vorhanden: die »Alternative für Deutschland« (AfD). Und da es diese Gruppierung bereits gibt, kann sie auch nicht als Nachfolgepartei verboten werden. Einige Funktionäre gehen schon mal auf Tuchfühlung. Die Reportage hat Momentaufnahmen dieser Annäherung gezeigt. Da wächst zusammen, was zusammengehört. (thw)

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