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22.01.2011
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Mal drüber reden
Von Berlin bis Havanna: Der Kommunismus beschäftigt alle. Selbst Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) will nicht im Kapitalismus leben. jW-Auflage steigt trotzdem zu langsam
Und trotzdem kehrt der normale Alltag in die Räume von Verlag und Redaktion zurück. Es bleibt anstrengend, mit einer kleinen Belegschaft jeden Tag eine attraktive Zeitung zu machen. Noch immer ist die verkaufte Auflage der jungen Welt zu niedrig, muß um jedes Abo hart gerungen werden. Nach wie vor sind die Kosten zu hoch, die Einnahmen zu gering, drohen neue Prozesse und werden die nächsten Kampagnen vorbereitet. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der Print- und Internetausgabe. In diesem Jahr wollen wir einige wichtige Erkenntnisse umsetzen und neue Wege in der Produktentwicklung gehen. Die Ergebnisse möchten wir dann nicht nur unseren Leserinnen und Lesern vorstellen. Mit einer bundesweiten Werbekampagne soll das erweiterte journalistische Angebot auch bisherigen Nichtlesern bekanntgemacht werden. Mal sehen, ob wir mit Erfolg an die zahlreichen neuen Medienkontakte anknüpfen können. Auf jeden Fall brauchen wir für diese Aktivitäten die massive Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Ein erster Testlauf dazu wird ein bundesweiter Aktionstag am 1.Mai sein: An möglichst vielen Orten im deutschsprachigen Raum soll für die junge Welt Werbung gemacht, viele Wochenendausgaben sollen verteilt und Probeabos eingesammelt werden.
Gleichzeitig bereiten wir gerade unseren Auftritt auf der 20.Internationalen Buchmesse in Havanna vor, die vom 10. bis zum 20. Februar 2011 stattfindet. Der Container mit Büchern, Werbematerial und einer junge-Welt-Ausgabe in spanischer Sprache ist bereits vor Ort. Das Aktionsbüro der jungen Welt leitet das Berliner Büro Buchmesse Havanna, neben Verlagen und Gewerkschaften beteiligen sich Gruppen der Kuba-Solidarität am Auftritt. Wir haben uns entschlossen, kurzfristig unseren Stand um eine kleine Ausstellung zu erweitern: Deutschland und die K-Frage. Denn auch in Kuba wundert man sich, warum in Deutschland so plötzlich und so heftig und so voller Leidenschaft über den Kommunismus diskutiert wird. Warum diejenigen, die überall in der Welt Meinungs- und Diskussionsfreiheit einfordern, diese im eigenen Land offensichtlich nicht so gerne sehen. An unseren Erlebnissen in Havanna lassen wir Sie auch in diesem Jahr wieder teilhaben. Durch die Berichterstattung in der jungen Welt und über den täglich gepflegten Blog auf unserer Internetseite. Dort werden Berichte, Kommentare, Interviews und Fotos von der Buchmesse Havanna und von unseren vielen Gesprächen und Kontakten dank Internet zeitnah nachzulesen sein. Womit wir auch praktische Hinweise dazu geben, was Kommunismus überhaupt ist: Volkseigentum plus Internet plus Internationalismus.
Aktionsbüro
Kontakt zum junge Welt -Aktionsbüro: 030/53 63 55-10 bzw. aktionsbuero@jungewelt.de
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
