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Justiz überprüft Gebirgsjägerrituale

Mittenwald. Nach den Mißhandlungsvorwürfen gegen Soldaten aus der Bundeswehr-Kaserne in Mittenwald hat der Kommandeur des dort stationierten Gebirgsjägerbataillons eine »rückhaltlose Aufklärung« angekündigt. Weder er noch die Gruppen- und Zugführer hätten von den Ritualen etwas gewußt, erklärte Kommandeur Fred Siems vor Journalisten. Ein ehemaliger Soldat der Einheit hatte sich beim Wehrbeauftragten des Bundestags, Reinhold Robbe, über eine entwürdigende Behandlung während seiner Dienstzeit im Jahr 2009 beschwert. Demnach sollen Bundeswehrangehörige ihre Kameraden u. a. dazu gezwungen haben, bis zum Erbrechen Alkohol zu trinken und rohe Schweineleber mit Hefe zu essen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2010, Seite 2, Inland

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