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01.10.2009
- → Ausland
Guinea: Diktator verordnet Staatstrauer
Conakry. Der Militärherrscher von Guinea hat eine
zweitägige Staatstrauer angeordnet, nachdem seine Truppen
gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen waren. In den
Straßen der Hauptstadt Conakry wurden Fahnen auf Halbmast
gesetzt. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden bei
der Niederschlagung der Demonstration 157 Menschen getötet und
mehr als 1000 verletzt. Augenzeugen berichteten, daß Frauen
auf der Straße von Soldaten vergewaltigt worden seien.
Hauptmann Moussa »Dadis« Camara trat am Dienstag abend im Staatsfernsehen des westafrikanischen Landes auf und beschuldigte die Opposition, bei der Demonstration am Montag unverantwortlich gehandelt zu haben. Zugleich verbot er alle Versammlungen und Demonstrationen. Den Familien der Verletzten und Toten werde eine staatliche Unterstützung gezahlt, versprach Camara.
Der Hauptmann hatte sich im Dezember vergangenen Jahres nach dem Tod des langjährigen Machthabers Lansana Conté an die Macht geputscht.
(AP/jW)
Hauptmann Moussa »Dadis« Camara trat am Dienstag abend im Staatsfernsehen des westafrikanischen Landes auf und beschuldigte die Opposition, bei der Demonstration am Montag unverantwortlich gehandelt zu haben. Zugleich verbot er alle Versammlungen und Demonstrationen. Den Familien der Verletzten und Toten werde eine staatliche Unterstützung gezahlt, versprach Camara.
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Der Hauptmann hatte sich im Dezember vergangenen Jahres nach dem Tod des langjährigen Machthabers Lansana Conté an die Macht geputscht.
(AP/jW)
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