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Merkel ignorierte Atommüllgefahr

Hamburg. In der Auseinandersetzung um eine mögliche radioaktive Verseuchung des Trinkwassers durch das Atommüllager Asse hat die Umweltorganisation Greenpeace schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhoben. Merkel sei schon vor 13 Jahren als damalige Bundesumweltministerin über die Risiken bei der Lagerung von Atommüll in Salzstöcken informiert gewesen, erklärte Greenpeace am Mittwoch in Hamburg. Die Organisation beruft sich dabei auf ein entsprechendes Schreiben des Bundesamtes für Strahlenschutz an das Bundesumweltministerium aus dem Jahr 1996. Asse und Morsleben hätten sofort dicht gemacht, der Ausbau des Salzstocks in Gorleben gestoppt werden müssen, so Greenpeace. Dennoch habe Merkel im April 1998 die Betriebszeit von Morsleben um weitere fünf Jahre verlängert. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2009, Seite 1, Inland

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