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Großbritannien: Unterhauspräsident kündigt Rücktritt an

London. Erstmals seit mehr als 300 Jahren tritt in Großbritannien ein Parlamentspräsident auf Druck der Abgeordneten zurück. Der wegen der Spesenaffäre im Unterhaus in die Kritik geratene »Speaker« Michael Martin erklärte am Dienstag, er werde sein Amt am 21. Juni niederlegen. Damit wolle er wieder für Einigkeit unter den Abgeordneten sorgen. Noch am Tag zuvor hatte der einflußreiche Labour-Politiker einen Rücktritt abgelehnt. Martin stand unter Druck, weil er Rufe nach einer Reform der Spesen-Praxis ignoriert und versucht hat, die Veröffentlichung von Abrechnungen zu verhindern. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.05.2009, Seite 2, Ausland

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